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Foto des Monats April

Im April zeigen wir euch dieses Foto aus einer Färberei in Bangladesch.

Datum:
Färberei Bangladesch
Die Männer in der Färberei tragen Atemschutzmasken, weil die Dämpfe der Farben giftig sind.
Quelle: Plainpicture/Philippe Levy

logo!-Zuschauerin Mila hat uns dieses Foto geschickt. Sie schrieb dazu:

Ich finde es sehr schlimm, dass Menschen unter solchen Bedingungen für wenig Geld arbeiten müssen und dass das von Menschen, die Fast Fashion tragen für normal gehalten wird. Man sollte mehr darauf achten, wie und unter welchen Bedingungen Kleidung hergestellt wird.
Mila, 13 Jahre alt

Mit "Fast Fashion" ist gemeint, dass die Abstände, in denen sich die Mode ändert, sehr kurz geworden sind. Statt vielleicht nur zwei Mal im Jahr, bringen viele Modeketten inzwischen teilweise mehrmals im Monat neue Kleidungsstücke heraus. Vielleicht ist euch das auch schon aufgefallen - es gibt ständig neue Teile zu kaufen.

Auf Qualität kommt es bei der "Fast Fashion" nicht unbedingt an, stattdessen wird die Kleidung möglichst billig und in großer Menge hergestellt.

Fast Fashion und die Probleme

Mila hat es schon "verraten": Die Arbeitsbedingungen für die, die die Kleidung herstellen, sind oft sehr schlecht. Denn so billig kann die Kleidung nur sein, weil sie in Ländern hergestellt wird, in denen etwa die Näherinnen oder die Färber nur sehr wenig Geld für ihre Arbeit bekommen - zum Beispiel in China, Pakistan oder Bangladesch. Dazu kommt: In den Fabriken wird der Arbeitsschutz, also die Sicherheit der Arbeiterinnen und Arbeiter, oft nicht so ernst genommen.

Ein weiteres Problem von Fast Fashion: Es entsteht sehr viel Abfall. In den Jahren 2000 bis 2015 hat sich der Verkauf von Kleidungsstücken verdoppelt. Und bis 2030 soll er sich noch mal fast verdoppeln! Davon landet einiges im Müll: Denn Fast-Fashion-Kleidung wird meist nur kurz getragen, bevor sie wieder aussortiert wird. Hinzu kommt: Die Modeläden vernichten Berge von Klamotten, die sie nicht verkauft haben. Die Kleidung ist also so billig, dass es weniger kostet, sie zu vernichten, als sie zum Beispiel zu recyceln. Das alles ist natürlich nicht gut für die Umwelt.

logo! - "Fast Fashion" bringt Probleme 

Viele Läden bringen alle paar Wochen neue Kleidung heraus.

Videolänge
1 min · ZDFtivi 1 min

5 Tipps, worauf ihr achten könnt

  1. Bevor ihr neue Klamotten kauft, könnt ihr euch immer fragen: Brauche ich das auch wirklich? Oder könnte ich vielleicht mal Kleidungsstücke anders miteinander kombinieren und so - ganz ohne neue Sachen - cool aussehen?
  2. Manchmal kann man schicke Klamotten auch günstig gebraucht bekommen: aus einem Second-Hand-Laden, beim Kleiderbasar oder von älteren Nachbarskindern.
  3. Im Internet gibt es verschiedene Seiten, die Kleidungsfirmen bewerten: Gemeinsam mit euren Eltern könnt ihr dort herausfinden, wie die Mitarbeiter der Herstellerfirmen behandelt werden.
  4. Ihr könnt auch bei den Verkäufern in einem Geschäft oder direkt bei der Kleiderfirma nachfragen, wo und wie die Klamotten hergestellt werden. Allerdings kann man sich manchmal nicht ganz sicher sein, ob die Auskunft dann auch wirklich stimmt.
  5. Und mit Freunden und Freundinnen könnt ihr Klamotten auch einfach mal tauschen.
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