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Foto des Monats November

Im November geht es um die heftigen Überschwemmungen in der italienischen Stadt Venedig.

Datum:
Ein Cafe auf dem Markusplatz in Venedig steht unter Wasser.
Ein Café auf dem Markusplatz in Venedig steht komplett unter Wasser.
Quelle: ap/ luigi costantini

logo!-Zuschauerin Nele hat uns dieses Foto geschickt. Die Aufnahme zeigt eine Überschwemmung in der Stadt Venedig in Italien. Ein Café auf dem Markusplatz, der mitten in der Stadt liegt, steht unter Wasser. Nele schreibt dazu:

„Ich habe dieses Foto gewählt, weil es so erschreckend ist, dass der Klimawandel so viel anstellen kann. Aber es ist nicht nur der Klimawandel, sondern auch die Kreuzfahrtschiffe, die alle in diesem kleinen Hafen anlegen. Mir tun die Einheimischen leid, die jetzt mit den Überflutungen leben müssen!“
Nele

Kanäle statt Straßen

Die Stadt Venedig wird vor allem im Winter immer wieder von Hochwassern überflutet. Der Grund dafür: Venedig ist eine Lagunenstadt. Eine Lagune ist eine Art Bucht, also ein vom Meer abgetrenntes, flacheres Gewässer. So steht der Großteil von Venedig auf vielen kleinen Inseln. Andere Teile sind auf Pfeilern und Stämmen errichtet. Die verschiendenen Teile sind durch mehr als 400 Brücken miteinander verbunden. Der gesamte Verkehr der italienischen Stadt findet also auf dem Wasser statt - statt Autos gibt es Boote und statt Straßen mehr als 150 Kanäle. Es gibt auch kleinere Gässchen in der Stadt, die können aber nur zu Fuß benutzt werden.

Jedes Jahr Hochwasser

Die jährlich wiederkehrenden Überschwemmungen nennt man "Acqua Alta", was auf Italienisch "hohes Wasser" bedeutet. Sie entstehen, wenn bei starker Flut der Wind das Meerwasser in die Lagune und Kanäle von Venedig drückt. Neben der Lagune von Venedig werden durch das Hochwasser auch die vielen Kanäle der Stadt überflutet. Das Problem daran: Sind die Wasserwege überschwemmt, können Boote nicht mehr darauf fahren, weil die normalen Kanalspuren nicht mehr richtig sichtbar sind. So können ganze Teile der Stadt bei Hochwasser nicht erreicht werden.

Neue Rekord-Werte

In diesem Jahr war das „Acqua Alta“ in Venedig besonders hoch. Mitte November standen mehr als 90 Prozent der italienischen Stadt unter Wasser. Es wurden Höchstwerte von 1,87 Meter über dem Meeresspiegel erreicht. Das Hochwasser war das Schlimmste seit 1966. Das Wasser hat in der historischen Stadt vieles kaputt gemacht. Denn das Salzwasser aus dem Meer greift besonders die Bausubstanz der alten Gebäude an. Denkmäler, Kunstschätze und der berühmte Markusdom wurden beschädigt. In der Zeit des Hochwassers wurden auch viele Schulen geschlossen. Im Laufe des Monats November hat sich die Lage in Venedig dann etwas entspannt: Das Wasser ist abgelaufen, aber der endgültige Schaden in der Stadt wird auf viele hundert Millionen Euro geschätzt.

Hochwasser-Schutz

Seit mehreren Jahren gibt es eigentlich ein Projekt zum Hochwasser-Schutz in der Stadt Venedig. Mit ausfahrbaren Mauern, die am Hafen im Meeresboden verankert sind, sollen Hochwasser abgehalten werden. Allerdings ist das Projekt noch nicht fertig und die Schutz-Wände konnten bisher noch nicht genutzt werden. Ein weiteres großes Problem sind die vielen riesigen Kreuzfahrtschiffe, die täglich im Hafen anlegen. Denn sie beschädigen das Ökosystem der Lagune und verursachen große Wellen, die Kanäle und Pfähle der Stadt kaputt machen.

... und der Klimawandel

Klimaforscher sagen, dass der Klimawandel die Hochwasser in Zukunft noch weiter verstärken kann: Denn es gibt immer mehr Extremwetter wie beispielsweise sehr starken Regen. Auch der Meeresspiegel steigt durch höhere Temperaturen auf der Erde an. Denn das Eis der Arktis, der Antarktis und das von Gletschern in Gebirgen schmilzt. So verändern sich die Ozeane und der Meeresspiegel steigt. Das kann zum Problem für Millionen Menschen werden, die an Küsten, auf Inseln oder in Lagunenstädten wie Venedig leben: Hier gibt es immer mehr starke Überschwemmungen und kleine Inseln können sogar ganz verschwinden.

ZDFtivi | logo! - Venedig unter Wasser

Seit 50 Jahren ist das Wasser nicht mehr so hoch angestiegen.

Videolänge:
2 min

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