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Kein gutes Vorbild

Ein Fußballspieler zeigt in einem Video seinen Trainingsalltag. Das Problem: Keiner in seiner Mannschaft scheint sich an die Coronaregeln zu halten.

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Politikerinnen und Politiker haben am Mittwoch unter anderem entschieden, dass Fußballspiele in der 1. und 2. Bundesliga ab Mitte Mai wieder erlaubt sein sollen - ohne Zuschauer. Kurz vor dieser Entscheidung hatte der Fußballprofi Salomon Kalou von Hertha BSC Berlin ein Video gepostet, das zeigt: Er und seine Mitspieler halten sich nicht an die Corona-Regeln. Deshalb kam die Diskussion noch einmal auf, ob die Bundesliga wieder spielen soll. Denn: Nicht alle finden es gut, dass die Bundesliga wieder starten soll.

Salomon Kalou am 04.11.2016 in Berlin
Salomon Kalou hat das Video in den Sozialen Netzwerken gepostet.
Quelle: Reuters

Was sieht man in dem Video?

Der Hertha-Stürmer macht in dem Video einen Rundgang durch die Umkleidekabinen. Man sieht dabei deutlich, wie er anderen Fußballspielern und Vereinsmitarbeitern zur Begrüßung die Hand gibt und auch sehr wenig Abstand hält. Alle in dem Video machen also das, was man im Moment wegen des Coronavirus unbedingt lassen sollte. In den sozialen Netzwerken gab es zu diesem Video daher viel Kritik. Inzwischen wurde das Video wieder gelöscht und Salomon Kalou darf zur Strafe erstmal nicht mehr mittrainieren.

Warum ist ein solches Video ein Problem?

Jeder in Deutschland muss sich gerade an die Abstandsregeln halten. Viele sind wütend, dass die Fußballspieler beim Hertha BSC Berlin das offenbar nicht tun. Das Problem: Die Deutsche Fußballiga (kurz DFL) hat schon vor längerer Zeit zusammen mit allen Vereinen einen Plan mit vielen Regeln festgelegt, wie sich die Spieler in der Coronakrise verhalten sollen. Das Video zeigt, dass für einige Spieler diese Vorgaben offenbar immer noch nicht klar sind. Es gibt auch noch ein weiteres Problem: Fußballspieler sind für viele Vorbilder. Wenn sie sich also nicht an die Regeln halten, könnten auch andere Menschen meinen, dass auch sie diese nicht mehr so ernst nehmen müssen.

Borussia Mönchengladbach - 1. FC Köln, 21. Spieltag im Borussia-Park.
So, wie hier in Mönchengladbach Anfang Februar, könnte bald wieder Fußball gespielt werden.
Quelle: dpa

Welche Regeln haben die Vereine beschlossen?

Die DFL und die Vereine hatten sich Regeln und Vorgaben überlegt und diese den Politikerinnen und Politikern vorgelegt. Und für die Politikerinnen und Politiker ist klar: Nur wenn sich alle auch wirklich an die Regeln halten, kann die Fußballsaison weitergehen und die Fußballspiele wieder stattfinden.

Die Regeln sind unter anderem:

  • Alle Personen sollen immer ausreichend Abstand zueinander haben. Das heißt zum Beispiel kein Händeschütteln vor dem Spiel und keine Teamfotos.
  • Im Stadion sollen sich während eines Spiels so wenig Personen wie möglich aufhalten.
  • Auf der Ersatzbank soll nur jeder zweite oder dritte Sitz genutzt werden.
  • Die Spiele sollen ohne Zuschauerinnen und Zuschauer im Stadion stattfinden.
  • Die Spieler sollen jede Woche auf das Coronavirus getestet werden. So soll streng überwacht werden können, ob jeder Spieler vor dem Spiel gesund ist und auf das Feld gehen kann.
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