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Geberkonferenz soll Menschen in Syrien helfen

In dem Land Syrien herrscht seit acht Jahren Krieg. Große Teile des Landes wurden zerstört. Millionen Menschen sind auf der Flucht. Auf einer Konferenz in Brüssel diskutieren Politiker und Experten darüber, wie sie ihnen helfen können.

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Die Kämpfe in Syrien werden langsam weniger. Der Machthaber Baschar al-Assad hat große Teile Syriens zurückerobert. Vieles wurde bei den Kämpfen aber zerstört und Millionen Menschen sind auf der Flucht. Seit Dienstag kommen deswegen in der belgischen Hauptstadt Brüssel etwa 1.000 Politiker, Helfer und Experten aus 85 Ländern zusammen. Die Europäische Union (EU) und die Vereinten Nationen (UN) haben sie eingeladen. Es geht darum herauszufinden, was die Menschen aus Syrien brauchen und welche Länder bereit sind, für die Hilfe vor Ort Geld zu geben. Deshalb nennt man so eine Konferenz auch eine Geberkonferenz.

Völlig zerstört: eine Straße in Duma in der Nähe von Damaskus.
Völlig zerstört: eine Straße in Duma in der Nähe der syrischen Hauptstadt Damaskus.
Quelle: reuters

So eine Geberkonferenz für Syrien gab es vor rund einem Jahr schon einmal. Damals haben die Länder insgesamt mit mehr als vier Milliarden Euro geholfen. Die EU hofft, dass jetzt wieder genau so viel oder sogar noch mehr Geld zusammenkommen wird.

Was mit dem Geld passieren soll

Mit dem Geld sollen vor allem syrische Flüchtlinge unterstützt werden. Zum einen die mehr als fünf Millionen Menschen, die das Land Syrien verlassen haben. Viele von ihnen leben in Flüchtlingslagern in den Nachbarländern Libanon und Jordanien. Sie brauchen Zelte, Nahrung, aber auch Ärzte, die sich um sie kümmern. Oft fehlen ihnen auch Medikamente. Zum anderen die mehr als sechs Millionen Menschen, die innerhalb des Landes auf der Flucht sind.

Syrische Kinder im Libanon
Syrische Kinder im Libanon
Quelle: ap

Deshalb sind bei der Geberkonferenz auch Vertreter von Hilfsorganisationen dabei. Ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen helfen vor Ort und können deshalb erzählen, was den Menschen dort am meisten fehlt. Die Hilfsorganisationen fordern, dass vor allem die Kinder Hilfe bekommen, zum Beispiel, indem man mehr Geld für Projekte mit Kindern einsetzt.

Kinder in Syrien haben Hoffnung

Eine dieser Hilfsorganisationen hat im vergangenen Monat mit mehreren Hundert Kindern gesprochen, die in zerstörten Gebieten in Syrien leben. Viele dieser Kinder sagten, dass sie sich unsicher, verzweifelt und allein fühlten. Besonders schlimm sei für sie, die Trennung oder der Tod von Familienmitgliedern. Fast alle Kinder sagten, dass es für sie am wichtigsten sei, mit ihrer Familie zusammenzuleben.

Trotzdem, was sie erlebt haben, sind die meisten Kinder sehr positiv – gerade was ihre Zukunft angeht. Sie wollen beim Wiederaufbau ihres Landes mithelfen. Das sieht man auch in ihren Berufswünschen. Eine 14-Jährige sagte: "Ich will Ingenieurin werden, um Häuser für die Menschen zu bauen." Die meisten befragten Kinder wollen später mal Arzt oder Lehrer werden. Damit das klappt, müssen sie aber in die Schule gehen können, was im Moment nicht allen Kindern möglich ist.

Was Kinder in Syrien noch dringend brauchen, erfahrt ihr im Video.

ZDFtivi | logo! - Was brauchen Kinder in Syrien?

Viele von ihnen kennen nichts anderes als Krieg.

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1 min
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