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Gekaufte Likes im Internet

In den sozialen Medien werden ständig Bilder, Kommentare und Videos "geliked", also auf "Gefällt mir“ geklickt. Doch diese Likes müssen gar nicht echt sein, denn man kann sie auch kaufen. Jetzt ist herausgekommen, dass politische Parteien und Politiker in Deutschland Vorteile durch solche gekauften Likes hatten.

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Viele "Gefällt mir"-Angaben - zum Beispiel auf Facebook oder Instagram - zeigen eigentlich, dass viele Menschen etwas gut finden. Doch was ist, wenn Politiker und Politikerinnen oder Parteien dafür bezahlen, um den Eindruck zu erwecken, dass sie vielen Menschen gefallen? Ob das in Ordnung ist, wird gerade diskutiert.

Archiv: Instagram und Like Button (Symbolbild)
Likes in den sozialen Medien kann man sogar kaufen.
Quelle: imago

Was genau ist passiert?

Menschen, Parteien, Politiker, Firmen und Organisationen haben einer Firma Geld dafür gegeben, dafür zu sorgen, dass sie beliebter und bekannter im Internet werden. Die Firma hat dann Leute - sogenannte Clickworker - dafür bezahlt, dass sie auf den bestimmten Profilen auf "Gefällt mir" klicken. Das haben eine Universität und mehrere Journalisten jetzt aufgedeckt.

Was ist das Problem?

Unter anderem haben wohl große deutsche Parteien und Politiker und Politikerinnen Likes gekauft. Jetzt wird darüber diskutiert, ob das erlaubt ist. Denn damit wird den Menschen vorgegaukelt, dass sie bei vielen anderen beliebt seien – obwohl das so eigentlich gar nicht stimmt. Damit haben zum Beispiel manche Parteien einen unfairen Vorteil gegenüber anderen, die nicht für Likes bezahlen. Denn die haben dann vielleicht weniger "Gefällt mir"- Angaben und wirken dadurch weniger beliebt. Viele fragen sich jetzt außerdem, ob man den angezeigten Likes dann noch trauen kann. Plattformen wie Facebook und Instagram wollen versuchen, gegen die unechten Likes vorzugehen und auffällige Profile zu löschen.
Ob es sogar gegen Gesetze verstößt, Likes zu kaufen, muss noch geklärt werden.

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