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Die Geschichte des Hula-Hoop-Reifens

Der Hula-Hoop-Reifen ist nicht bloß ein einfacher Ring, den man um die Hüften schwingt. Wir erklären euch, was es mit dem bunten Reifen eigentlich auf sich hat.

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Viele von euch haben wahrscheinlich einen Hula-Hoop-Reifen zu Hause. Damit kann man spielen, tanzen und Tricks üben. Der Hula Hoop, den ihr heute kennt, war aber nicht immer ein Spielzeug. Schon vor langer Zeit nutzten die Menschen ihn für verschiedene Zwecke. Seine Geschichte begann vor mehr als 2.000 Jahren.

Hula Hoop
Hula-Hoop-Reifen kommen heute in vielen Bereichen zum Einsatz. Quelle: ap

Reifenlauf in der Antike

Schon die alten Griechen bewegten Reifen. Ein Mann namens Hippokrates von Kos schrieb das "Corpus Hippocraticum". In diesem Buch standen mehr als 60 medizinische Texte. Einer dieser Texte hat den Reifenlauf empfohlen: Beim Reifenlauf rollten die Menschen mit ihren Händen oder einem Stock einen schweren Holzreifen vor sich her. Das sollte angeblich gut sein für die Gesundheit. Diese Übung erforderte allerdings jede Menge Geschick und Ausdauer.

Indianer übten das Jagen

Auch bei den Indianern Nordamerikas gehörten Reifen zum Alltag. Sie übten damit Jagdtechniken, die für sie wichtig zum Überleben waren. Jemand trieb zum Beispiel einen Reifen vor sich her, wie beim Reifenlauf, und die anderen warfen lange Stangen durch die Öffnung des Reifens. Sie veranstalteten auch Wettkämpfe, in denen sie mit Pfeil und Bogen auf die Reifen schossen, damit sie treffsicherer wurden. Die jungen Jäger trainierten so ihre Geschicklichkeit und bereiteten sich auf die Jagd vor.

Spielgerät zum Zeitvertreib

Kind mit Hula Hoop Reifen
Der Hula Hoop ist heute noch ein beliebtes Spielzeug. Quelle: dpa

Das Reifentreiben wurde immer beliebter, vor allem bei Kindern. Im 19. Jahrhundert hatte fast jedes Kind in Europa einen Holzreifen. Sie veranstalteten Wettläufe und spielten damit, wenn ihnen langweilig wurde. Auch Mädchen und Jungen aus adligen Familien spielten mit leichten Holzreifen, obwohl ihre Kleidung dafür eigentlich zu steif war. Damals war es üblich, dass die Kinder aus reichen Familien solche Kleidung trugen. Das hielt sie aber nicht davon ab, auch mit Reifen zu spielen.

Hula Hoop im Trend

Hula Hoop in den 60ern
In den fünfziger Jahren ließen sich Millionen Menschen den Hula Hoop um die Hüften schwingen. Quelle: ap

Die beiden Amerikaner Arthur Melin und Richard Knerr gründeten im Jahr 1948 das Geschäft "WHAM-O". Als sie hörten, dass Kinder in Australien im Sportunterricht Holzreifen benutzten, hatten sie eine Idee: Reifen aus Kunststoff. Sie waren damals die ersten, die dem Reifen einen richtigen Namen gaben. "Hula" steht dabei für einen hawaiianischen Tanz, und "Hoop" ist das englische Wort für Reifen.

Sie trugen das Spielzeug in die Grundschule von Pasadena in Kalifornien. Die Kinder waren begeistert. Im Handumdrehen wurde der Hula Hoop zum erfolgreichsten amerikanischen Spielzeugartikel: Innerhalb von vier Monaten verkauften sie 25 Millionen Hula-Hoop-Reifen.

Runde Sache

Elefant mit Hula Hoop Reifen
Im Zirkus gibt es viele Tricks mit Hula-Hoop-Reifen. Quelle: ap

Innerhalb kurzer Zeit wurde der Hula Hoop auf der ganzen Welt berühmt. Bald ließen sich die Fans auf allen Kontinenten das bunte Plastik um die Hüften kreisen. Auch in Deutschland wurde er immer beliebter. Nicht nur Kinder, auch Erwachsene hatten Spaß an dem bunten Kunststoffreifen. Akrobaten im Zirkus jonglierten die Reifen um ihre Körper und Menschen nutzten ihn als Fitnessgerät.

Bis heute kommt der Hula Hoop oft zum Einsatz. Er fehlt in keinem Kinderzimmer, Fitnessstudio und in keiner Hundeschule. Als Teil der Sportart "Rhythmische Sportgymnastik" ist er sogar olympisch.

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