Sie sind hier:

Gewalt gegen Lehrer!

Manche Lehrer und Lehrerinnen sind bei ihren Schülern suuuper beliebt! Es gibt aber auch welche, mit denen manche Schüler nicht so gut klar kommen. Dann kann es passieren, dass diskutiert wird oder man sich über eine Note streitet.

Schwierig wird es, wenn Schülerinnen und Schüler nicht über die Probleme reden wollen, sondern stattdessen zu den Lehrern fies sind. Es kann sogar dazu kommen, dass sie den Lehrer, den sie nicht mögen, beschimpfen oder im Internet bedrohen. Es gibt also auch Mobbing und Gewalt gegen Lehrer!

ZDFtivi | logo! -
So kann Gewalt gegen Lehrer aussehen
 

logo! zeigt 3 Beispiele von Gewalt gegen Lehrer.

Videolänge:
1 min

Wie groß ist dieses Problem?

Das haben jetzt Experten versucht, in einer Umfrage herauszufinden. Dafür haben sie mit Schulleiterinnen und Schulleitern aus ganz Deutschland gesprochen und sie gefragt, ob es Angriffe gegen Lehrer an ihrer Schule gab. Mehr als die Hälfte von ihnen sagten: Tatsächlich seien an ihrer Schule Lehrerinnen und Lehrer in den vergangenen fünf Jahren beschimpft, gemobbt, bedroht, beleidigt oder belästigt worden.

Wir haben mit der Schulpsychologin Katja Waligora über Gewalt gegen Lehrer gesprochen:

Gewalt bedeutet auch nicht nur körperliche Gewalt, zum Beispiel, wenn man jemanden schlägt oder tritt. Gewalt passiert auch mit Worten, wenn man zum Beispiel eine andere Person beleidigt oder beschimpft und manchmal auch ohne Worte, wenn jemand ganz bewusst ausgegrenzt wird.
Dr. Katja Waligora, Schulpsychologin

Katja Waligora sagt, dass es ganz unterschiedliche Gründe für Gewalt geben kann.

Vor allem jüngeren Schülerinnen und Schülern fällt es manchmal noch nicht leicht, mit Gefühlen wie Wut und Ärger umzugehen, so dass sie rasch explodieren, wenn ihnen etwas nicht gelingt oder sie sich bedrängt fühlen. Dies kann sich dann auch in aggressivem Verhalten Lehrerinnen und Lehrern gegenüber äußern.
Auch häufige Überforderung und das Gefühl, den Erwartungen der Schule nicht zu genügen, kann zu Wut führen. Wenn diese Dinge nicht besprochen und geklärt werden, wird es immer schwieriger, wieder zu einem guten Miteinander zu kommen.

Wir haben Katja Waligora gefragt, was denn getan werden kann, damit es weniger Gewalt gegen Lehrer und Lehrerinnen gibt. Sie sagt:

Ganz wichtig ist es, dass Kinder und Jugendliche lernen, mit Gefühlen wie Wut, Ärger und Frustration gut umzugehen, damit es nicht zu Gewaltvorfällen kommt.

Was können Lehrer und Lehrerinnen tun?

Lehrer können Fortbildungen machen, in denen sie lernen, wie sie Schülerinnen und Schülern beibringen, wie sie sich schneller beruhigen, oder wie sie einen Streit auch mit Worten klären können. In schwierigen Situationen können Lehrer auch mit Schulpsychologen über ihre Probleme sprechen und dabei nach Lösungen suchen. Es kann auch helfen, wenn Lehrer mit ihren Kollegen über die Situationen reden.

Es gibt auch Gruppen für Lehrerinnen und Lehrern, in denen sie - gemeinsam mit einem Schulpsycholgen - über Probleme in der Schule sprechen können. Es hilft oft zu wissen, dass man nicht alleine ist.

Respekt!

Die Schulpsychologin Katja Waligora hat uns außerdem gesagt, dass es okay ist, wenn Menschen nicht immer dieselbe Meinung haben. Wichtig ist, dass sich alle gegenseitig respektieren:

Menschen haben häufig unterschiedliche Sichtweisen und es ist gar nicht so einfach, sich immer richtig zu verstehen. Es ist darum wichtig, darauf zu achten, sich gegenseitig zu respektieren und sich an Regeln zu halten, wenn es Konflikte gibt.
Katja Waligora, Schulpsychologin

Diesen Artikel hat Teresa geschrieben.

Gemerkt auf "Mein ZDFtivi" Nicht mehr gemerkt Mag ich Mag ich nicht mehr Gemerkt auf "Mein ZDFtivi" Nicht mehr gemerkt Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du bist dabei, den Kinderbereich zu verlassen. Möchtest du das wirklich?

Wenn du den Kinderbereich verlässt, bewegst du dich mit dem Profil deiner Eltern in der Mediathek!