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Warum gibt es Kämpfe in Äthiopien?

Im Norden des Landes sind heftige Kämpfe ausgebrochen. Hunderte Menschen sind bereits gestorben, Zehntausende sind auf der Flucht.

Abiy Ahmed, Premierminister von Äthiopien
Abiy Ahmed, Premierminister von Äthiopien
Quelle: Reuters

2018 wurde Abiy Ahmed zum neuen Regierungschef in Äthiopien gewählt. Viele Menschen in Äthiopien hatten die Hoffnung, dass Abiy Ahmed viele Dinge in Äthiopien verbessern würde. Er setzte sich zum Beispiel für den Frieden mit dem Nachbarland Eritrea ein und bekam dafür sogar den Friedensnobelpreis. Wenn ihr hier klickt, erfahrt ihr mehr dazu.

Innerhalb Äthiopiens gibt es gerade allerdings keinen Frieden. Im Norden des Landes liegt die Region Tigray. Zwischen Politikern in der Region Tigray und der Regierung Äthiopiens gibt es Streit. Dieser Streit wird nun immer heftiger. Seit etwa zwei Wochen kommt es in der Region Tigray immer wieder zu Gewalt. Dort kämpfen nun Soldaten gegeneinander, die eigentlich zur selben Armee gehören. logo! erklärt es euch im Video.

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Kämpfe in Äthiopien
 

Was ist dort los? Wir erklären es euch.

Videolänge
1 min

Kaum Informationen aus Tigray

Wie genau die Situation in der Region Tigray gerade ist, ist schwer zu sagen. Denn die Region wurde komplett abgeriegelt. Telefon- und Internetleitungen wurden abgestellt und Straßen sind blockiert. Beide Seiten veröffentlichen unterschiedliche Informationen. Welche dieser Informationen richtig sind, kann niemand überprüfen.

Forderung nach friedlicher Lösung

Politikerinnen und Politiker aus vielen Ländern kritisieren die Kämpfe in der Region. Denn viele Bewohnerinnen und Bewohner, die nichts mit den Kämpfen zu tun haben, seien in Gefahr. Zehntausende sind wohl schon aus der Region geflohen.

Viele fordern Äthiopien auf, schnell eine friedliche Lösung für den Konflikt zu finden. Auch, weil die Menschen im Land schon genug Probleme hätten: zum Beispiel Hunger, Armut und Naturkatastrophen.

Andere Probleme in Äthiopien

Die extreme Trockenheit der vergangenen Jahre macht zum Beispiel den Kaffeebauern zu schaffen. Viele Kaffeebauern in Äthiopien verdienen deshalb nicht mehr genug Geld und können ihre Familien kaum ernähren. Hinzu kam im vergangenen Jahr eine Heuschreckenplage. Die Insekten haben in kürzester Zeit ganze Äcker kahlgefressen und so für eine Lebensmittelknappheit gesorgt. Außerdem gab es in diesem Sommer heftige Überschwemmungen. Tausende Menschen haben dadurch ihr Zuhause verloren.

Diesen Text hat Luisa geschrieben.

Äthiopien ist nach UN-Angaben von der schlimmsten Dürre seit 30 Jahren betroffen. Mehr als 10 Millionen Menschen sind auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen, sagte UN-Generalsekretär Ban.

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Äthiopien
 

Der Staat liegt im Osten Afrikas.

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