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Äthiopische Flüchtlinge im Sudan

Im Norden von Äthiopien wird seit Wochen heftig gekämpft. Am Samstag gab es einen schweren Angriff auf Mekelle, eine wichtige Stadt im Norden Äthiopiens. Hunderte Menschen sind bereits gestorben, Zehntausende sind in das Nachbarland Sudan geflüchtet.

Mehr als 40.000 Menschen sind in den vergangenen Wochen aus der nordäthiopischen Region Tigray in das Nachbarland Sudan geflohen. Dort kommen viele von ihnen in Flüchtlingslagern der Vereinten Nationen (UN) unter, wo sie mit dem Nötigsten versorgt werden: Essen, Wasser und ärztliche Hilfe. Die Hilfe reicht aber längst nicht aus für alle Menschen.

Die Menschen flüchten vor schrecklichen Kämpfen in ihrer Heimat im Norden von Äthiopien. Erst am Samstag gab es wieder schwere Angriff vom äthiopischen Militär auf die wichtige Stadt Mekelle. Sie wird momentan heftig bombardiert.

Aber warum gibt es dort eigentlich Kämpfe?

Abiy Ahmed, Premierminister von Äthiopien
Abiy Ahmed, Premierminister von Äthiopien
Quelle: Reuters

2018 wurde Abiy Ahmed zum neuen Regierungschef in Äthiopien gewählt. Viele Menschen in Äthiopien hatten die Hoffnung, dass Abiy Ahmed viele Dinge in Äthiopien verbessern würde. Er setzte sich zum Beispiel für den Frieden mit dem Nachbarland Eritrea ein und bekam dafür sogar den Friedensnobelpreis. Wenn ihr hier klickt, erfahrt ihr mehr dazu.

Innerhalb Äthiopiens gibt es gerade allerdings keinen Frieden. Im Norden des Landes liegt die Region Tigray. Zwischen Politikern in der Region Tigray und der Regierung Äthiopiens gibt es Streit. Dieser Streit wird nun immer heftiger. Seit mehreren Wochen kommt es in der Region Tigray immer wieder zu heftiger Gewalt. Dort kämpfen nun Soldaten gegeneinander, die eigentlich zur selben Armee gehören. logo! erklärt es euch im Video.

logo! - Kämpfe in Äthiopien 

Was ist dort los? Wir erklären es euch.

Videolänge
1 min · ZDFtivi 1 min

Kaum Informationen aus Tigray

Wie genau die Situation in der Region Tigray gerade ist, ist schwer zu sagen. Denn die Region wurde komplett abgeriegelt. Das heißt, keiner darf mehr rein oder raus. Telefon- und Internetleitungen wurden abgestellt und Straßen sind blockiert. Deshalb weiß niemand genau, was dort passiert.

Wie es den Flüchtlingen dabei geht

Viele Menschen, die aus der umkämpften Region Tigray in den Sudan fliehen wollen, werden jetzt sogar von der Armee an den Grenzen zurückgehalten. Soldaten halten sie davon ab, den Fluss an der Grenze zwischen Äthiopien und dem Sudan zu überqueren. Die Flüchtlinge sitzen fest und können weder weiter noch zurück. Die Zahl der Flüchtlinge im Sudan ist deswegen wohl in den letzten Tagen zurückgegangen.

Auf dem Bild sieht man eine Gruppe junger Männer in und auf einem Boot sitzen, wie sie den Fluss zwischen Äthiopien und dem Sudan überqueren.
Geflüchtete Menschen aus der Region Tigray sitzen in einem Boot am Ufer des Flusses Tekeze-Setit an der Grenze zwischen Äthiopien und dem Sudan.
Quelle: dpa

Forderung nach friedlicher Lösung

Auf dem Bild sieht man eine Gruppe von Menschen mit Sachen beladen durch ein Flüchtlingscamp gehen. Ein Junge trägt einen Sack auf dem Rücken und schaut in die Kamera.
Flüchtlinge aus der äthiopischen Konfliktregion Tigray kommen in Hamdayet, Sudan, an.
Quelle: dpa

Politikerinnen und Politiker aus vielen Ländern kritisieren die Kämpfe in der Region. Denn viele Bewohnerinnen und Bewohner, die nichts mit den Kämpfen zu tun haben, seien in Gefahr. Viele fordern Äthiopien auf, schnell eine friedliche Lösung für den Konflikt zu finden. Auch, weil die Menschen im Land schon genug Probleme hätten: zum Beispiel Hunger, Armut und Naturkatastrophen.

Diesen Text haben Luisa und Lisa geschrieben.

Mehr zum Land Äthiopien könnt ihr hier nachlesen:

Äthiopien ist nach UN-Angaben von der schlimmsten Dürre seit 30 Jahren betroffen. Mehr als 10 Millionen Menschen sind auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen, sagte UN-Generalsekretär Ban.

logo! - Äthiopien 

Der Staat liegt im Osten Afrikas.

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