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Geflüchtete Rohingya in Bangladesch

Ein Jahr ist es her, dass Hunderttausende Rohingya aus Myanmar in das Nachbarland Bangladesch geflohen sind. Die Situation in den Flüchtlingslagern ist für die Menschen nach wie vor sehr schwierig.

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Etwa 900.000 Menschen leben heute in den Flüchtlingslagern im Süden Bangladeschs. Die meisten wissen nicht, wie es für sie weitergeht. Viele Kinder können nicht zur Schule gehen und Jugendliche haben keine Möglichkeit, eine Ausbildung zu machen. Wie lange sie bleiben können und wo sie sonst hingehen könnten, ist für die meisten ungewiss.

Die Hütten, in denen die Menschen in den Lagern leben, sind sehr einfach. Viele bestehen nur aus einfachen Bambusstangen und Zeltplanen. Gerade während des Monsunregens ist das ein großes Problem. Nicht alle Behausungen halten den Unwettern stand. Durch Überschwemmungen und schlammigen Boden können sich Krankheiten, wie zum Beispiel Cholera, schnell verbreiten. Doch Medikamente, Lebensmittel und sauberes Trinkwasser sind in den Flüchtlingslagern in Bangladesch knapp.

Regenfälle bei den Rohingya
Der Monsunregen erschwert das Leben in den Flüchtlingslagern.
Quelle: reuters

Wer sind die Rohingya?

Die Rohingya sind eine kleine Volksgruppe, die schon sehr lange in dem Land Myanmar lebt. Es heißt, dass die Vorfahren der Rohingya vor hunderten Jahren aus Bangladesch nach Myanmar eingewandert seien. Das Verhältnis zwischen den Myanmarern und den Rohingya ist schon länger ziemlich angespannt. Viele Myanmarer betrachten die Rohingya auch heute noch als Fremde. Die Rohingya haben in Myanmar auch nicht die gleichen Rechte wie die anderen Einwohner des Landes. Sie dürfen zum Beispiel nicht wählen. Manche Rohingya werden sogar zur Arbeit gezwungen.

Die Rohingya sprechen eine eigene Sprache und haben eine andere Religion als die meisten Myanmarer. In Myanmar leben hauptsächlich Buddhisten, die Rohingya gehören dem Islam an.

Warum sind die Rohingya nach Bangladesch geflohen?

Karte: Rohingya fliehen von Myanmar nach Bangladesch
Der Pfeil zeigt, von wo die Rohingya nach Bangladesch geflohen sind.
Quelle: ZDF

Die Rohingya werden in Myanmar ausgegrenzt und schlecht behandelt. Vor ein paar Jahren haben die Rohingya eine Rebellengruppe gegründet, um gegen die Regierung zu kämpfen. Ende August 2017 hatte diese Rebellengruppe Soldaten der Regierung angegriffen. Das Militär reagierte mit brutaler Gewalt und begann damit, ganze Dörfer der Rohingya niederzubrennen.

Tausende Menschen sind seitdem gestorben. Viele flohen in das Nachbarland Bangladesch. Unter den Flüchtlingen sind auch viele Kinder. Sie leiden besonders unter den schlechten Bedingungen in den Lagern. Außerdem haben sie in ihrer Heimat und auf der Flucht oft schlimme Dinge erlebt.

Wie geht es weiter?

Rohingya-Kinder in einem Flüchtlingslager in Bangladesch
In den Lagern leben viele Kinder.
Quelle: reuters

Bangladesch ist eines der ärmsten Länder der Welt und schafft es kaum, die Flüchtlinge zu versorgen. Hilfsorganisationen unterstützen die Flüchtlinge, so gut es geht. Wo die geflüchteten Rohingya in Zukunft leben sollen, ist bisher noch unklar. Deshalb bleiben sie erstmal in den Flüchtlingslagern in Bangladesch.

Politiker aus Myanmar und Bangladesch verhandeln miteinander, um nach einer Lösung zu suchen. Die Situation in Myanmar hat sich für die Rohingya bisher jedoch wohl nicht verändert. Viele haben deshalb Angst, zurückzukehren. Hilfsorganisationen fordern die Regierung in Myanmar dazu auf, mehr für die Rechte der Rohingya zu tun und die Angehörigen dieser Volksgruppe zu schützen.

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