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Vorfälle in Chemnitz

Nach dem gewaltsamen Tod eines Mannes kam es in Chemnitz zu Demonstrationen und Protesten. Was war passiert?

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In der Nacht vom 25. auf den 26. August 2018 kam es in der Nähe eines Stadtfestes in der Innenstadt zwischen mehreren Menschen zu einem Streit und zu einem Messerangriff. Dabei wurden drei Männer verletzt, einer von ihnen starb. Das Opfer war ein 35-jähriger Deutscher. Kurz darauf hat die Polizei zwei junge Männer verhaftet, nach einem weiteren Verdächtigen wird noch gesucht. Die beiden Festgenommen stammen aus Syrien und dem Irak, der dritte Verdächtige soll ebenfalls Iraker sein.

Blumen und Kerzen liegen am Tatort in Chemnitz. Archivbild
Blumen und Kerzen liegen am Tatort in Chemnitz.
Quelle: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

Hetze gegen Ausländer

Aufmarsch in Chemnitz nach Messerstecherei am 27.08.2018
Die Polizei hatte viel zu tun.
Quelle: ZDF

Als der Tod des Mannes bekannt wurde, versammelten sich mehrere Hundert Menschen in der Innenstadt von Chemnitz. Nicht allen von ihnen ging es darum, Blumen abzulegen und Kerzen anzuzünden als Zeichen der Trauer und der Anteilnahme. Eine große Gruppe von Menschen zog durch die Stadt und machte dabei Stimmung gegen Ausländer. Auf einem Video ist auch zu sehen, wie ein ausländisch aussehender Mann attackiert wird. Mehrere rechtsextreme Gruppen hatten zuvor im Internet zu Protesten aufgerufen. Es dauerte eine ganze Weile, bis es der Polizei gelang, die Gruppe aufzulösen und die Situation unter Kontrolle zu bekommen. Auch in den Tagen danach kam es in Chemnitz zu vielen Demonstrationen, zum Teil auch zu Gewalt.

Viele sind entsetzt

Dass das Verbrechen aufgeklärt werden muss und die Täter bestraft werden müssen, darin waren sich alle einig. Dass sich Gruppen aber zusammengerottet haben, um auf der Straße Hass zu verbreiten und gegen andere zu hetzen, hat viele Menschen entsetzt.

Gerichtsprozess

Seit dem 18. März steht ein verdächtiger Syrer vor Gericht in Dresden. Er soll gemeinsam mit einem Iraker für den Tod des 35-jährigen Deutschen verantwortlich sein. Der irakische Verdächtige ist auf der Flucht.

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