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Mit Mundschutz fürs Klima streiken

Nach langer Corona-Pause geht es wieder los: Die Klimaschutzbewegung "Fridays for Future" demonstriert am Freitag in vielen Ländern der Welt - zum ersten Mal mit Abstand und Maskenpflicht.

Datum:
"Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut!"

Woran müsst ihr denken, wenn ihr diesen Satz hört? Richtig: Das ist das Motto von "Fridays for Future". Im vergangenen Jahr war die Klimaschutzbewegung fast jeden Freitag auf der Straße: Mit bunt bemalten Plakaten und lauten Rufen wollten die jungen Demonstrierenden auf den Klimawandel hinweisen - und das in vielen verschiedenen Ländern auf der ganzen Welt. Mehr zu der Protestbewegung erfahrt ihr hier:

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Wie kam es zur Fridays for Future-Bewegung?
 

logo! erklärt es euch.

Videolänge:
1 min

Protest-Pause wegen der Pandemie

Doch im vergangenen März wurde alles anders: Wegen der Corona-Pandemie konnte die Klimaschutzbewegung nicht mehr auf der Straße streiken. Denn klar - das Kontaktverbot galt auch für junge Klimaschützerinnen und Umweltkämpfer.

Deshalb hatten sich die Schülerinnen und Schüler im Frühjahr etwas anderes überlegt: Sie verlegten den Protest zum Beispiel ins Internet. Außerdem malten sie tausende Plakate, die sie vor dem Reichstagsgebäude in Berlin auf den Boden legten - quasi ein Schilderstreik statt Schülerstreik.

Eine Aktivistin von Fridays For Future trägt einen Mundschutz mit einem Aufkleber darauf

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Erster Klimastreik im Internet
 

Statt auf den Straßen protestiert Fridays For Future jetzt im Netz fürs Klima.

Doch trotz dieser kreativen Streiks waren die Politikerinnen und Politiker in erster Linie mit der Pandemie beschäftigt: Sie mussten viele wichtige Entscheidungen diskutieren, die mit Corona zu tun hatten - die Schulöffnungen zum Beispiel.

Deshalb passierte genau das, was die jungen Klimakämpferinnen und Klimakämpfer eigentlich vermeiden wollten: Ihre Protestbewegung rückte in den Hintergrund - und damit auch ihr großes Anliegen, der Klimaschutz.

Wieder zurück auf der Straße - doch nicht in jeder Stadt:

Nun startet die Klimaschutzbewegung allerdings wieder durch. Mit einem Countdown auf ihrer Internetseite haben die Aktivistinnen und Aktivisten schon Tage, Stunden, Minuten und Sekunden gezählt:

Am heutigen Freitag ruft "Fridays for Future" zum globalen Klimastreik auf. Global bedeutet, dass der Protest auf der ganzen Welt stattfindet. Und das im wahrsten Sinne des Wortes: In 2.500 Städten rund um den Globus gehen Kinder, Jugendliche und Erwachsene heute auf die Straße - von Stuttgart über Stockholm bis nach Sydney.

Greta streikt mit Maske
Auch im schwedischen Stockholm wird für das Klima gestreikt: Hier demonstriert Greta Thunberg mit Maske.
Quelle: dpa

"Fridays for Future" will also wieder Gesicht zeigen - aber nicht zu viel Gesicht: Denn der Streik findet unter strengen Corona-Bedingungen statt - und das bedeutet Maskenpflicht. Alle Demonstrierenden müssen Mundschutz tragen und anderthalb Meter Abstand halten.

Natürlich hat Deine Gesundheit bei uns Priorität! Bei allen Demos sind wir mit den Behörden vor Ort in Kontakt und achten auf Abstände und Einhaltung der Maskenpflicht.
"Fridays for Future" (auf ihrer Internetseite)

Trotzdem kritisieren einige Leute dieses Vorhaben: Sie glauben, dass es bei so vielen Menschen nicht funktioniert, überall aufzupassen und immer den Abstand einzuhalten.

Klimastreik mit Mundschutz
Mit Mundschutz fürs Klima demonstrieren - hier beim Streik im australischen Sydney.
Quelle: dpa

Auch der Stadt München ist es zu riskant: Weil sich dort momentan so viele Menschen mit dem Coronavirus infiziert haben, hat die Stadt den Streik abgesagt. In 400 anderen deutschen Städten sieht das anders aus, dort sind die Demonstrationen erlaubt.

In Berlin wollen rund 10.000 Klimaschützerinnen und Klimaschützer protestieren. Um trotz dieser großen Zahl genügend Abstand halten zu können, haben die Aktivistenzu einem Sitzstreik vor dem Brandenburger Tor aufgerufen.

Mehr über "Fridays for Future" erfahrt ihr hier: Wir haben zum Beispiel den Aktivisten Jakob Blasel, die Studentin Luisa Neubauer und die Gründerin Greta Thunberg getroffen. Und hier gibt es noch mehr Infos rund um das Thema Klimaschutz:

Diesen Text hat Debbie geschrieben.

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