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Globalisierung: weit gereiste Smartphones

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symbolbild globalisierung: junge mit globus
Das Wort "Globalisierung" kommt von "Globus".

Wörtlich übersetzt heißt global „die Welt umspannend“. Mit dem Begriff meint man die immer enger werdenden Beziehungen rund um den Globus, also rund um die Welt.
So können über das Internet heutzutage innerhalb weniger Sekunden Informationen, Fotos oder Filme weltweit ausgetauscht werden.
Für Politikerinnen und Politiker, aber auch für Unternehmen oder Privatleute ist es so viel leichter als früher, neue Kontakte zu knüpfen, Projekte miteinander zu entwickeln oder auch Handel zu treiben.

Archiv: Container auf dem Containerterminal in Bremerhaven am 27.01.2017
In solchen Containern werden Waren rund um die Welt verschickt.
Quelle: dpa

Was Smartphones, Klamotten oder Schokolade mit Globalisierung zu tun haben

Ganz klar: Viele Dinge, die wir selbstverständlich benutzen, kommen gar nicht aus Deutschland: Smartphones oder Computer werden woanders zusammen gesetzt, Bananen oder der Kakao, der für die Herstellung von Schokolade nötig ist, in anderen Ländern angebaut. Auch viele Textilien haben eine extrem lange Reise hinter sich, bevor sie bei uns in den Läden verkauft werden.
Viele Klamotten werden beispielsweise im Land Bangladesch in Asien hergestellt – denn dort bekommen die Näherinnen und Näher nur sehr wenig Geld für ihre Arbeit. Die Kleider sind deswegen äußerst günstig in der Herstellung.

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Textilindustrie in Bangladesch
 

In Bangladesch gibt es immer wieder in Textilfabriken schwere Unfälle. Aber warum kann das dort denn immer wieder passieren? Wir erklären es euch.

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Für wen die Globalisierung von Vorteil ist

Europäische Unternehmen lassen nicht nur Kleider in asiatischen Ländern herstellen. Auch andere Waren können sie dort günstig produzieren lassen, weil sie den Arbeitern und Arbeiterinnen nur wenig Geld bezahlen. Weil die Unternehmer so wenig Geld für Löhne und Steuern ausgeben müssen, können sie ihre Waren dort insgesamt günstig produzieren und später dann – in Deutschland und anderen europäischen Ländern zum Beispiel - zu einem niedrigen Preis verkaufen. Das wiederum finden die Käuferinnen und Käufer natürlich gut. 
Durch den weltweiten Handel können auch ärmere Länder ihre Produkte, wie zum Beispiel Kaffee oder Tee, verkaufen und so wichtige Einnahmen erzielen.

Nachteile besonders für ärmere Länder

Stoff wird gefärbt
Oft ist die Arbeit nicht sicher, zum Beispiel weil es keine Schutzkleidung gibt.
Quelle: ap

Die Firmen in reicheren Staaten können sich aussuchen, wo sie ihre Ware herstellen lassen. Und suchen dabei nach Ländern, in denen das möglichst billig geht. Die ärmeren Länder wiederum sind dringend auf Geschäfte angewiesen. Daher bleibt ihnen nicht viel anderes übrig, als ihre Ware extrem billig herzustellen. Das führt dazu, dass die Arbeiterinnen und Arbeiter oft viel zu lange am Tag unter schlechten Bedingungen schuften müssen und oft nicht auf ihre Gesundheit geachtet wird.
Kinder müssen manchmal sogar in Fabriken mithelfen, damit die Familie genug zum Essen hat. Und das, obwohl Kinderarbeit in fast allen Ländern offiziell verboten ist.
Auch auf die Umwelt und deren Schutz wird nicht immer geachtet. Giftige Abfälle werden zum Beispiel nicht immer richtig entsorgt. Wenn Menschen mit ihnen in Berührung kommen, können sie davon sehr krank werden.


Fair Trade – wie der weltweite Handel gerechter werden soll

Auf dem Foto sieht man einen Haufen an dunkelbraunen Kaffeebohnen, in denen eine Münzgroße Plakette liegt. Auf dieser kleinen Münze, bzw. weißen Plakette, ist das blau, grün und schwarze Fairtrade-Logo draufgedruckt.
An diesem Siegel erkennt man, welche Produkte aus gerechtem Handel stammen.
Quelle: dpa


Gute Arbeitsbedingungen, keine Kinderarbeit und mehr Umweltschutz – das sind wichtige Ziele des fairen Handels. Seine Produkte erkennt ihr am Siegel von Fairtrade. Früher gab es fair gehandelte Produkte wie Schokolade oder Kaffee nur in Spezial-Läden, mittlerweile sind sie aber auch in ganz normalen Supermärkten zu finden.
Sie sind meistens etwas teurer, was daran liegt, dass die Arbeiterinnen und Arbeiter mehr verdienen. Und kein Kind in Afrika für faire Schokolade bei der Kakao-Ernte mithelfen muss.

Diesen Text hat Anne-Rose geschrieben.

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