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Glyphosat: krebserregend oder nicht?

Eine Firma muss mehr als 71 Millionen Euro an einen krebskranken Mann zahlen. Der Mann hatte ein Unkrautvernichtungsmittel dieser Firma auf seinem Grundstück verwendet. Das Mittel soll Schuld an seiner Krankheit sein.

Datum:

Edwin Hardeman hat die Krankheit Krebs. Er ist 70 Jahre alt und besitzt ein Grundstück in Kalifornien in den USA. Um sein Grundstück von Unkraut frei zu halten, hat er den Unkrautvernichter "Roundup" der Firma Monsanto verwendet - und zwar mehr als 20 Jahre lang. In dem Unkrautvernichter ist das Mittel Glyphosat enthalten.

file photo: monsanto's roundup weedkiller atomizers are displayed for sale at a garden shop near brussels
Auch in der EU wird "Roundup" verkauft. Hier steht es in einem Laden in Brüssel.
Quelle: reuters

Hardeman ist überzeugt, dass ihn das Glyphosat in dem Unkrautvernichter "Roundup" krank gemacht hat. Warnhinweise auf der Verpackung gibt es aber nicht. Deshalb hat Edwin Hardeman auch nicht zum Beispiel spezielle Schutzkleidung getragen, wenn er "Roundup" verwendet hat. Hardemann bekommt jetzt mehr als 71 Millionen Euro Schadensersatz. Das hat ein Gericht in Kalifornien am Mittwoch entschieden. Zahlen muss den Betrag die deutsche Firma Bayer. Denn: Monsanto gehört zu Bayer, es ist eine sogenannte Tochterfirma.

Glyphosat ist sehr umstritten

Immer wieder wird darüber diskutiert, ob Glyphosat krebserregend ist oder nicht. Forscherinnen und Forscher sind sich darüber nicht einig. In der EU ist Glyphosat deshalb bisher nicht verboten worden. Warum Glyphosat sehr umstritten ist und warum viele Umweltschützerinnen und -schützer wollen, dass es verboten wird, erfahrt ihr im velinkten Artikel.

Ein Feld wird mit Glyphosat besprüht.

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Was ist das Problem an Glyphosat?
 

In der EU ist des Mittel bisher nicht verboten.

Viele Menschen haben geklagt

In den USA haben sehr viele Menschen den Unkrautvernichter "Roundup" verwendet. Einige denken, dass sie wegen des Unkrautvernichters an Krebs erkrankt sind. Auch Vertreterinnen und Vertreter der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind der Merinung, dass Glyphosat wahrscheinlich krebserregend ist. Deshalb haben sehr viele Menschen in den USA die Firma Monsanto - und damit auch die deutsche Firma Bayer - verklagt. Es ist also gut möglich, dass Bayer Schadensersatz an viele weitere Menschen zahlen muss.

Vertreter der Firma Bayer haben gesagt, dass sie enttäuscht über das Urteil von Mittwoch sind. Sie sind der Meinung, dass Glyphosat nicht krebserregend ist. Sie sagen, dass dazu schon viele Untersuchungen gemacht wurden.

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