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Chaos in Großbritannien: Was da los ist

Geschlossene Restaurants, leere Supermarktregale und Tankstellen ohne Benzin: In Großbritannien läuft gerade einiges schief. Woran das liegt, erfahrt ihr hier.

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Stellt euch vor, ihr geht einkaufen und bekommt im Supermarkt manches nicht mehr, weil einige Regale leer sind. Oder eure Familie kann nicht mehr mit dem Auto fahren, weil man kaum noch an Benzin herankommt. Klingt irgendwie, als ob Opa von früher erzählt? Tatsächlich passiert das aber gerade jetzt - nämlich im Vereinigten Königreich.

Mann mit Einkaufswagen vor leeren Regalen in einem Londoner Supermarkt
In vielen Supermärkten stehen Regale leer.
Quelle: epa

Was da los ist

Normalerweise liefern große LKW Lebensmittel in Supermärkte oder fahren Benzin oder Diesel für die Autos zu den Tankstellen. Dort werden die Sachen abgeladen und Menschen können sie kaufen. Doch im Vereinigten Königreich gibt es zurzeit zu wenig Fahrerinnen und Fahrer für LKW und damit zu wenige LKW, die ausliefern können. Doch nicht nur das: Auch in Restaurants, Hotels, Fabriken oder Wäschereien fehlen Menschen, die die anfallende Arbeit erledigen. Einige Restaurants müssen deshalb sogar erstmal schließen, Unternehmen produzieren weniger oder sagen Aufträge ab. Früher haben diese Jobs vor allem Menschen aus Osteuropa gemacht. Sie sind also zum Beispiel aus Rumänien, Polen oder Litauen für einige Zeit nach Großbritannien gezogen, um dort zu arbeiten. Doch inzwischen sind kaum noch Menschen aus Osteuropa im Land.

Was der Brexit damit zu tun hat

Ein wichtiger Grund dafür ist der Brexit. Am 31. Januar 2020 ist das Vereinigte Königreich aus der Europäischen Union ausgetreten. Hier könnt ihr mehr über den Brexit nachlesen.

Besonders der Chef der britischen Regierung Boris Johnson hat sich damals für den Brexit eingesetzt. Eines seiner Versprechen damals an die Menschen im Vereinigten Königreich: Sie sollen mehr Jobs bekommen. Daher wurden strengere Regeln für Menschen beschlossen, die aus anderen Ländern der EU kommen. Für sie wurde es nach dem Brexit schwerer, im Vereinigten Königreich zu leben und zu arbeiten. Viele, die vorher im Vereinigten Königreich gearbeitet haben, sind dann in Länder abgewandert, die weiterhin zur EU gehören.

Um das Problem der fehlenden LKW-Fahrer zu lösen, will Boris Johnson die strengen Regeln jetzt etwas lockern und 5.000 ausländische LKW-Fahrer für drei Monate nach Großbritannien lassen. Doch Expertinnen und Experten bezweifeln, dass überhaupt so viele Fahrer jetzt noch nach Großbritannien kommen wollen. Zusätzlich will Johnson deshalb nun ab Montag auch Soldaten der Armee losschicken, damit sie mit LKW Benzin zu den Tankstellen ausfahren.

Diesen Text haben Hannes und Linda geschrieben.

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