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So geht es den Menschen in Venezuela

Seit Jahren steckt das südamerikanische Land Venezuela in einer tiefen Krise. Vielen Menschen dort geht es schlecht. Seit mehreren Wochen kämpfen dort zwei Politiker um die Macht. Nun fehlen auch noch Strom und fließendes Wasser.

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Schon seit Jahren wird die Situation für die Menschen in Venezuela immer schwieriger. Sie finden keine Arbeit, in Krankenhäusern gibt es zu wenige Medikamente, viele haben nicht ausreichend zu Essen.

Nun sind seit einigen Tagen Teile des Landes ohne Strom. Restaurants und Geschäfte bleiben geschlossen. Bahnen fahren nicht. Auch viele Busse stehen still. Es kann nicht getankt werden, weil die Benzinpumpen an den Tankstellen ohne Strom nicht funktionieren. Mit dem Handy telefonieren oder ins Internet gehen, ist nur hier und da möglich. Das Netz fällt oft aus. Auch in einigen Krankenhäusern sorgt der Stromausfall für große Probleme, da wichtige Geräte und Maschinen nicht mehr funktionieren. Auch frisches Leitungswasser gibt es kaum noch. In der Hauptstadt Caracas holen die Menschen Wasser aus einem verdreckten Fluss.

Wassermangel in Venezuela
Menschen sammeln nach dem Stromausfall in Caracas Wasser an einem Rohr.
Quelle: ap

Kritik an der Regierung und Präsident Maduro

Für einige Venezolaner sind die bisherige Regierung und der Präsident Nicolás Maduro an der Krise Schuld. Maduro ist seit fast sechs Jahren Präsident des Landes. Viele werfen ihm vor, nicht genug für das Land und die Menschen getan zu haben. Stattdessen sei es Maduro nur darum gegangen, immer mehr Macht zu bekommen. Mehrere Millionen Venezolaner haben in den vergangenen Jahren das Land verlassen. Die meisten von ihnen leben nun in Nachbarländern und versuchen, dort etwas Geld zu verdienen.

Venezuela könnte ein reiches Land sein, da es viel wertvolles Erdöl besitzt. Warum es den Menschen trotzdem seit langem schlecht geht, erfahrt ihr im Video.

Machtkampf von zwei Politikern

Viele Venezolaner protestieren nun immer wieder gegen die Regierung und den Präsidenten. Unterstützt werden sie dabei vom selbsternannten Übergangspräsidenten Juan Guaidó. Er streitet sich seit Wochen mit Maduro um die Macht in Venezuela. Guaidó und seine Anhänger erkennen Maduro nicht als Präsidenten an. Sie sind der Meinung, dass bei der Präsidentschaftswahl 2018 nicht alles fair abgelaufen ist. Deshalb will Guaidó jetzt erstmal selbst die Macht in dem Land übernehmen und dafür sorgen, dass es Neuwahlen gibt.

Präsident Maduro ist der Meinung, dass Guaidó gegen Gesetze verstoßen hat, als er sich selber zum Übergangspräsidenten erklärte. Maduro wird vor allem vom mächtigen Militär des Landes unterstützt. Mehr über den Machtkampf der Politiker erfahrt ihr im verlinkten Artikel.

Wie geht es weiter?

Wie es nun weitergeht, ist ziemlich unklar. Wenn sich der Machtkampf der Politiker weiter zuspitzt, könnte es zu noch mehr Problemen für die Menschen kommen. Viele befürchten auch, dass es dann Kämpfe zwischen den Anhängern Guidós und dem Militär geben kann. Viele Menschen hoffen deshalb, dass es beiden Seiten gelingt, miteinander zu reden und nach einer friedlichen Lösung zu suchen.

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