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Grüne Woche in Berlin: Kritik an der Landwirtschaft

Die "Internationale Grüne Woche" ist eine große Messe für Landwirtschaft und Ernährung in Berlin. Auch dieses Mal gibt es viele Proteste und Demonstrationen.

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Bei der Grünen Woche können sich Besucher über Landwirtschaft und Ernährung informieren. Zum Beispiel darüber, wie man sich gesund ernähren kann oder was genau in Fertigessen steckt. Und auch darüber, wie Tiere gehalten werden, die später als Fleisch auf dem Teller landen.

Rund um die "Grüne Woche" gibt es meistens auch Proteste - das ist auch diesmal so: Am Samstag haben etwa 35.000 Menschen demonstriert. Ihr Motto: "Wir haben es satt". Die Tier- und Umweltschützer fordern, dass die Landwirtschaft umweltfreundlicher und tiergerechter werden soll. Sie kritisieren, dass in Deutschland viele Tiere schlecht gehalten werden, um möglichst billig Fleisch zu produzieren.

Grüne Woche: Proteste gegen Landwirtschaft
Die Demonstranten fordert ein Umdenken in der Landwirtschaft.
Quelle: dpa

Was fordern sie genau?

  • Keine Gifte und chemischen Dünger: Viele Landwirte in Deutschland benutzen diese, um möglichst viel auf ihren Feldern zu produzieren. Gut für die Umwelt ist das nicht.
  • Keine kleinen Ställe: Die Tierschützer fordern, dass sich Tiere freier bewegen dürfen.
  • Keine Gentechnik: Mit Hilfe der Gentechnik erforschen und verändern Wissenschaftler das Erbgut, also den Bauplan, zum Beispiel von Pflanzen. Die Demonstranten sehen das kritisch. Denn niemand weiß genau, welche Auswirkungen Genveränderungen in der Zukunft haben könnten.
  • Keine Subventionen an nicht tiergerechte Betriebe: Landwirte werden von der Europäischen Union unterstützt. Dieses Geld nennt man "Subventionen". Bisher hängt die Höhe dieser Subventionen vor allem von der Größe des Betriebs ab. Viele fordern aber, dass nur noch solche Landwirte Subventionen bekommen, die ihre Tiere artgerecht halten und auf ihren Höfen die Umwelt schützen.
  • Keine Kastration von Ferkeln: Jedes Jahr werden in Deutschland Millionen männlichen Ferkeln die Hoden abgetrennt, ohne Betäubung. Durch die Kastration entwickeln die männlichen Ferkel nicht mehr den so genannten Ebergeruch, den viele Menschen unangenehm finden. Eigentlich sollte die Ferkelkastration ab 2019 verboten sein. Doch die Bundesregierung will das Verbot aufschieben. Auch dagegen wehren sich die Demonstranten.
Grüne Woche: Protest gegen Ferkelkastration
Mit diesen Schweinmasken haben Tierschützer gegen Ferkelkastration demonstriert.
Quelle: reuters

Gegendemonstration

Landwirte aus ganz Deutschland haben dazu eine Gegendemonstration unter dem Motto "Wir machen euch satt" gestartet. Sie finden es unfair, dass Landwirte und Lebensmittelfirmen immer wieder kritisiert werden. Denn schließlich würden sie sich an alle Gesetze zum Tierschutz halten.

Zuständig in der Politik

Die Politikerin der Bundesregierung, die für die Landwirtschaft in Deutschland zuständig ist, heißt Julia Klöckner. Sie ist die Landwirtschaftsministerin von Deutschland. logo! trifft sie für ein Interview. Und dafür suchen wir eure Fragen.

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