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Haiti

Haiti liegt auf der Insel Hispaniola im Karibischen Meer.

Datum:

Das Land grenzt im Osten an die Dominikanische Republik. Mit einer Fläche von 27.750 Quadratkilometern ist Haiti ein kleines Land. Fast zehn Millionen Menschen leben dort. Die Hauptstadt von Haiti heißt Port-au-Prince (sprich: Port-o-Prääß).

Die Flagge von Haiti
Flagge von Haiti Quelle: public_address

Sehr armes Land

Haiti ist eines der ärmsten Länder der Welt. Einige Haitianer arbeiten für wenig Lohn in Fabriken. Viele Haitianer bekommen Geld von Verwandten geschickt, die in anderen Ländern leben und arbeiten. Andere Haitianer sind Bauern. Das ist in Haiti aber sehr schwierig, weil der Boden sehr schlecht ist und Pflanzen nicht gut wachsen. Von dem wenigen, was wächst, wird einiges ins Ausland verkauft: zum Beispiel Mangos, Kaffee und Kakao. Für die Menschen im Land reicht die Ernte der Bauern aber vorne und hinten nicht.

Schwierige Vergangenheit

In Haiti gab es in den vergangenen Jahrhunderten viel Leid und Elend. Nachdem Christoph Kolumbus im Jahr 1492 die Insel Hispaniola entdeckt hatte, kamen viele Europäer - erst Spanier, später Franzosen. Sie besetzten das Gebiet und betrachteten es als ihre Kolonie. Die Europäer waren brutal: Sie behandelten die Ureinwohner sehr schlecht und töteten viele von ihnen. Andere starben durch Krankheiten, die die Europäer eingeschleppt hatten.

Sklaven aus Afrika

Die Europäer brauchten aber Menschen, die für sie arbeiteten. Sie hatten nämlich riesige Felder mit Pflanzen angelegt, die in Europa nicht gut wachsen - zum Beispiel Zuckerrohr. Als fast alle Ureinwohner tot waren, verschleppten die Europäer deshalb Menschen aus Afrika und brachten sie als Sklaven nach Haiti. Das ist der Grund für die dunkle Hautfarbe der meisten Haitianer.

Abgeholzte Wälder

Zerstörung nach Hurrikan Matthew
Zerstörungen nach Hurrikan "Matthew" Quelle: dpa

In Haiti wurde fast der gesamte Wald abgeholzt, um genügend Platz für Felder zu haben und um mit dem Holz der Bäume Geld zu verdienen. Das bringt große Probleme: Scheint die Sonne, trocknet der Boden aus. Regnet es, wird der Boden weggespült. Ohne festen Boden können Pflanzen aber nicht wachsen. Bläst der Wind stark, zum Beispiel bei einem Hurrikan, fliegt der Erdboden einfach weg. In Haiti gibt es immer wieder solche Naturkatastrophen.

Lebensfrohe Menschen

Obwohl die Menschen in Haiti so arm sind, sind viele von ihnen sehr lebensfroh. Das sieht man zum Beispiel an vielen bunten Bildern. Überall sind sie zu sehen: an Straßenverkaufsständen, auf Bussen, an Hauswänden. Die Künstler sitzen oft in den Straßen der Hauptstadt Port-au-Prince und malen, was sie in ihrem täglichen Leben alles sehen.

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