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Hambacher Forst wird geräumt

Der Hambacher Forst, ein Waldstück in Nordrhein-Westfalen, soll abgeholzt werden. Um das zu verhindern, hatten Demonstranten Baumhäuser gebaut und den Wald besetzt. Am Donnerstag hat die Polizei mit der Räumung begonnen.

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Die Demonstranten wurden aufgefordert, das Waldstück zu verlassen. Doch viele haben gesagt, dass sie in den Baumhäusern bleiben wollen. Deshalb haben Polizisten nun damit begonnen, die ungefähr 50 Baumhäuser zu räumen. Das Waldstück soll gerodet werden, damit in dem Gebiet Braunkohle abgebaut werden kann. Genau dagegen gibt es Proteste.

Polizisten im Hambacher Forst unter einer Baumplattform.
Polizisten im Hambacher Forst unter einer Baumplattform.
Quelle: Marius Becker/dpa

Tonnenweise Braunkohle unter dem Waldboden

Abhegolzte Bäume im Hambacher Forst
Große Flächen wurden schon abgeholzt.
Quelle: dpa

Im Tagebau Hambach wird seit vielen Jahren Kohle abgebaut, um daraus Strom zu gewinnen. Dieser Braunkohletagebau gehört dem Energie-Unternehmen RWE. Unter dem Wald schlummern Millionen Tonnen Braunkohle.

Um an die Kohle heranzukommen, werden immer größere Flächen des Hambacher Forsts abgeholzt. Dafür hat das Unternehmen auch eine Genehmigung.

Warum sind viele gegen die Abholzung?

In der Vergangenheit gab es immer wieder Proteste. Umweltschützer wollen die Abholzung aufhalten. Zum einen geht es ihnen darum, den Wald zu retten: Der Hambacher Forst ist ein Zuhause für viele Vogelarten und andere Tiere. Darunter sind auch einige seltene Tiere wie zum Beispiel die Bechsteinfledermaus, der Springfrosch oder die Haselmaus. Zum andern sagen sie, dass Energie aus Kohle schlecht für die Umwelt ist: Die Kohle muss verbrannt werden, um daraus Strom gewinnen zu können. Bei dieser Verbrennung entsteht besonders viel klimaschädliches CO2.

Ausstieg aus der Braunkohle ist geplant

Menschen Protestieren im Hambacher Forst. Auf dem Banner steht: "Klima schützen" Wald retten! Kohle stoppen!"
Viele Menschen sind gegen die Abholzung im Hambacher Forst.
Quelle: dpa

Auch viele Politiker in Deutschland wissen das und deshalb soll in den nächsten Jahren auch weniger Strom aus Braunkohle gewonnen werden. Die Bundesregierung hat Experten beauftragt, einen Plan für den Ausstieg aus der Braunkohle zu entwickeln.

Viele sagen deshalb auch: Wenn in Deutschland in Zukunft sowieso weniger Energie aus Kohle erzeugt werden soll, kann es sein, dass die Kohle aus dem Hambacher Forst gar nicht mehr gebraucht wird. Die Abholzung wäre dann unnötig gewesen. Deshalb solle erstmal abgewartet werden, bis der Plan fertig ist, meinen sie.

Kohlekraftwerk

ZDFtivi | logo! - Pläne für den Kohleausstieg

Experten planen, wie Deutschland von der Kohle loskommen könnte. Warum das nicht so einfach ist, erfahrt ihr hier.

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