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Lufthansa soll gerettet werden

Wegen des Coronavirus sind wochenlang kaum Menschen geflogen. Der Fluggesellschaft Lufthansa droht deshalb die Pleite. Checkt hier, wie die deutsche Regierung der Lufthansa aushilft.

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Wenn ihr in den Himmel guckt, ist euch vielleicht auch schon aufgefallen, dass viel weniger Flugzeuge unterwegs sind. Langsam werden es zwar wieder mehr, aber wegen des Coronavirus waren die Passagierzahlen um 99 Prozent zurückgegangen. Das heißt, von 100 Menschen, die vor einem Jahr noch herumgeflogen sind, flog im Schnitt nur noch einer. Für die größte deutsche Fluggesellschaft Lufthansa ist das ein riesiges Problem. Weil über Wochen kaum noch jemand Geld für Flugtickets ausgegeben hat, hat sie jetzt große Geldprobleme. Sie droht sogar pleite zu gehen.

Der Staat hilft

Würde die Lufthansa pleite gehen, würden zehntausende Mitarbeiter ihren Job verlieren. Außerdem wird die Lufthansa auch gebraucht, um Waren und bald wieder auch mehr Menschen zu transportieren.
Deshalb muss eine Pleite dringend verhindert werden. Der Staat Deutschland hilft mit einem Rettungspaket. Neun Milliarden Euro gibt er dafür aus. Als Zahl sieht das so aus: 9.000.000.000.

Viel Streit um das Rettungspaket

Bevor die Lufthansa dem Hilfsangebot zugestimmt hat, gab es viele Diskussionen. Denn das Geld bekommt die Fluggesellschaft nur, wenn sie ein paar Bedingungen erfüllt. Und mit diesen Bedingungen waren einige Menschen, die an dem Unternehmen Lufthansa beteiligt sind, gar nicht einverstanden. Zu guter Letzt hat jetzt nun aber die Mehrheit zugestimmt, sodass die Fluggesellschaft das Hilfsgeld bekommen kann.

Was die Lufthansa dafür tun muss

  1. Der Staat Deutschland kauft sich für eine gewisse Zeit in die Lufthansa ein – das heißt, ab sofort soll ein Teil der Lufthansa dem Staat Deutschland gehören - und zwar ein Fünftel.
  2. Einen Teil des Geldes leiht der Staat der Lufthansa und sie muss es wieder zurückzahlen, wenn sie wieder mehr Geld verdient.
  3. Die Lufthansa soll Start- und Landerechte an andere Fluggesellschaften abgeben. An den Flughäfen in München und Frankfurt ist es bisher hauptsächlich die Lufthansa, die dort starten und landen darf. Nur etwa jeder vierte Start ist von einer anderen Fluglinie.

Doch obwohl die Lufthansa so eine riesige Menge Geld bekommt, muss sie obendrein noch sparen, damit das Geldproblem gelöst werden kann. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen deshalb zum Beispiel auf Teile ihres Lohns verzichten, Ältere sollen früher in Rente geschickt werden. So hofft die Fluggesellschaft, weniger Geld auszugeben. Außerdem hofft sie, dass in einigen Monaten wieder so viele Menschen fliegen, wie vor der Corona-Krise.

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Wenn kaum Flugzeuge abheben
 

logo!-Reporterin Maral schaut sich am leeren Flughafen um.

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