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So viel Regen, wie seit 50 Jahren nicht mehr

In Teilen Chinas sorgen heftige Regenfälle gerade für große Überschwemmungen. Im drittgrößten Fluss der Welt fließt viel zu viel Wasser.

Mit über 6.000 Kilometern ist er der drittlängste Fluss der Welt: Der Jangtse in China. Gerade fließt besonders viel Wasser den Fluss hinunter, denn seit Juni regnet es in der Provinz Hubei. Für diese Jahrezeit eigentlich nicht ungewöhnlich. Experten sagen aber, dass es die schlimmsten Regenfälle seit mehr als 50 Jahren sind. Dadurch fließt durch den Jangtse und viele andere Flüsse zu viel Wasser - viel zu viel. An insgesamt 433 Flüssen gibt es bereits einen Alarm, weil das Wasser gefährlich hoch steht. Die Flüsse und Seen überfluten nun ganze Städte und Regionen. Mehrere Menschen sind gestorben. Wegen der Überschwemmung mussten seit Anfang Juni rund 1,8 Millionen Menschen ihre Häuser verlassen, um sich vor dem Wasser in Sicherheit zu bringen.

 Die Dachspitze eines Pavillons ragt aus dem Wasser.
Auch in Wuhan hat der Jangtse die Stadt schon teilweise überflutet
Quelle: xiao yijiu/xinhua/dpa

Großer Staudamm unter Druck

Der Jangtse Fluss wird an einer Stelle von einer riesigen Mauer aufgestaut: der "Drei-Schluchten-Staumauer". Darin befindet sich auch das größte Wasserkraftwerk der Welt. Die Staumauer wurde vor einigen Jahren gebaut, um die Menschen vor Überschwemmungen des Jangtse zu schützen. Doch durch den vielen Regen steigt der Wasserdruck auf die Staumauer. Eine chinesische Nachrichtenagentur meldete, dass am Freitag so viel Wasser in den großen Stausee floss, wie noch nie in diesem Jahr.

Riesige Wassermassen werden aus dem Staudamm abgelassen
Weil zu viel Wasser in dem Stausee ist, wird es abgelassen. Das Problem: Dadurch fließt noch mehr Wasser in die überschwemmten Gebiete.
Quelle: zheng jiayu/xinhua/dpa

Kampf gegen weitere Überschwemmungen

Helfer sind in den betroffenen Regionen rund um die Uhr im Einsatz. Hunderttausend Soldaten sichern einige Ufer mit Sandsäcken und bauen hohe Dämme. So soll verhindert werden, dass weitere Flüsse und Seen über ihre Ufer treten. Besonders viele Landwirte treffen die Überschwemmungen hart. Ihre Felder wurden überflutet und vieles zerstört, was dort gewachsen ist. Expertinnen und Experten rechnen damit, dass ein großer Teil der Ernte verloren gehen könnte. Die chinesische Regierung plant, viel Geld in den Wiederaufbau der Regionen zu stecken. Dafür müsste sich die Lage erst einmal beruhigen. Doch ein Ende der Regenfälle ist bisher nicht in Sicht.

Flagge der Volksrepublik China. Archivbild

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China
 

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