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Der Abenteurer Alexander von Humboldt

Weil er so neugierig war, reiste Humboldt durch die Welt. Er zeigte dabei, wie alles in der Natur miteinander verbunden ist.

Datum:
Alexander von Humboldt (Gemälde)
Alexander von Humboldt ist am 14. September 1769 in Berlin geboren. Er starb am 6. Mai 1859.
Quelle: ZDF

In der Schule hat sich Alexander von Humboldt gelangweilt. Doch Entdecken und Forschen fand er spannend. Humboldt war zwar besonders an Pflanzen interessiert, er gilt aber als Universalgenie, also als eine Art Super-Experte oder Alleskönner. Denn er versuchte möglichst viel aus allen Bereichen zu lernen. Als er 1796 von seiner Mutter viel Geld erbte, erfüllte er sich einen Traum: Er beschloss, das Geld für die Forschung auszugeben und eine Abenteuerreise zu unternehmen.

Zwei große Reisen

Humboldt und Aime Bonpland in den Anden
Humboldt und Bonpland waren in Südamerika in den Anden.
Quelle: dpa

Humboldts erstes große Ziel war Süd- und Mittelamerika. Mit dem Schiff brauchte er 22 Tage, um dort anzukommen. Zusammen mit dem Pflanzen-Experten und Arzt Aimé Bonpland war er fünf Jahre lang unterwegs. Sie untersuchten Flüsse, kletterten auf Berge und durchquerten den Regenwald. Das konnte manchmal ziemlich gefährlich werden. Denn sie trafen neben harmlosen Tieren auch auf Krokodile, Jaguare und Piranhas. Eine große Entdeckung der Reise war, dass die Flüsse Orinoco und Amazonas aufeinandertreffen. Die beiden zeichneten die Verbindung auf Karten ein. So wussten Seefahrer, dass sie von einem Fluss in den nächsten kommen konnten. Außerdem untersuchten sie Vulkane, nahmen Proben von Erdschichten und sammelten Pflanzen und neue Tierarten. Vieles davon ließ Humboldt mit Schiffen nach Europa schicken. So erfuhren europäische Wissenschaftler von seiner Arbeit. Noch während er unterwegs war, wurde Humboldt in Deutschland als wichtiger Forscher gefeiert.

Humboldt auf Russland-Expedition
Humboldt reiste auf seiner zweiten Expedition durch Russland.

Knapp 30 Jahre später startete Humboldt seine zweite Reise. Dieses Mal ging es nach Russland. Auf dem Weg in den Osten war Humboldt fast doppelt so alt wie bei seiner ersten Reise, also fast schon 60. Die russische Regierung lud ihn in das Land ein. Dort sollte er nach Diamanten in Sibirien suchen. Humboldt erforschte außerdem Pflanzen, das Klima und Gestein. Nach einem halben Jahr wollte er weiter nach Asien reisen, doch das wurde ihm nicht erlaubt. Denn Humboldt kritisierte die Herrscher in Asien. Er fand es nicht gut, wie sie mit den Ureinwohnern umgingen.

Sklaverei: "Das größte aller Übel"

Um das Jahr 1500 begannen europäische Seefahrer, neue Länder zu entdecken und diese dann zu beherrschen. Sie nahmen besonders Gebiete in Amerika, Asien, Ozeanien und Afrika ein. Darunter litten am meisten die Ureinwohner - also die Menschen, die dort lebten. Oft wurden sie zu Sklaven gemacht, also zur Arbeit gezwungen. Als Humboldt für seine erste Reise nach Lateinamerika kam, war er geschockt von der Sklaverei. Er fand, dass jeder Mensch gleich behandelt werden sollte und setzte sich dafür ein, dass die Sklaverei abgeschafft wird.

Humboldt hat sich also nicht nur mit der Natur beschäftigt, sondern untersuchte auch die Geschichte und das Leben der Menschen. Wenn er zum Beispiel die Minenarbeit erforschte, prüfte er nicht nur die Steine. Er untersuchte auch die Arbeitsbedingungen der Minenarbeiter und fügte dies in seiner Forschung zusammen. Denn Humboldt fand, dass Mensch und Natur sich beeinflussen. Dadurch konnten die Menschen in Europa das Leben in den neu entdeckten Ländern besser verstehen. Das machte Humboldt besonders in Lateinamerika sehr beliebt, weil er sich für die Menschen dort einsetzte.

Das gesamte Wissen über die Welt

Humboldt, Goethe und Schiller
Alexander von Humboldt sitzt mit Johann W. Goethe, Friedrich Schiller und seinem Bruder Wilhelm Humboldt zusammen.
Quelle: dpa

Humboldt schrieb das ganze Wissen, das er auf seinen Reisen gesammelt hatte, in Büchern auf. Sein Werk heißt "Kosmos" und besteht aus fünf Bänden. Dabei tauschte sich Humboldt ständig mit anderen Wissenschaftlern aus. Bis heute gilt Alexander von Humboldt als wichtiger Forscher und Wissenschaftler, da er die Dinge nicht einzeln, sondern in einem großen Ganzen gesehen hat.

Viele Dinge sind nach Humboldt benannt. Klickt euch durch!

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