Sie sind hier:

Immer weniger Kinder können schwimmen

Früher konnten fast alle Viertklässler sicher schwimmen - heute kann das nicht einmal mehr die Hälfte von ihnen.

Datum:

Die Freunde nass spritzen und mit Anlauf ins Wasser springen - ein Tag im Schwimmbad oder am See fühlt sich einfach super leicht und fröhlich an. Doch an solchen Tagen passieren auch immer wieder Badeunfälle, bei denen Kinder ums Leben kommen. Oft deshalb, weil sie nicht gut genug schwimmen konnten.

Ein Kind nimmt an einem Schwimmkurs teil. Symbolbild
Es gibt nicht genug Schwimmbäder für Schwimmkurse.
Quelle: Rolf Vennenbernd/dpa

Die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) schlägt jetzt Alarm. Denn sie sagt: Immer weniger Kinder können schwimmen. Von den Zehnjährigen kann sich mehr als die Hälfte nicht sicher im Wasser bewegen.

1. Grund: Immer weniger Schwimmbäder

Einen Grund dafür sieht die DLRG darin, dass es immer weniger Schwimmbäder gibt. Jedes Jahr schließen Schwimmbäder, weil es sehr teuer ist, sie zu erhalten. Oft müssten sie dringend renoviert werden. Manchmal schließen Schwimmbäder aber auch, weil sie nicht genug Bademeisterinnen und Bademeister haben.
Auch in diesem Jahr werden wohl etwa 70 Schwimmbäder dicht machen. Dadurch fehlt es an Becken, in denen die Kinder Schwimmen lernen können. Etwa jede vierte Grundschule kann gar keinen Schwimmunterricht anbieten, weil es in der Nähe kein Schwimmbad mehr gibt. Die DLRG fordert von Politikern, dass sie dafür sorgen, dass mehr Schwimmbäder erhalten bleiben und sogar neu gebaut werden. Sie sagt: "Schwimmen lernen kostet Geld. Ertrinken das Leben."

Archiv: Ein Kind rutscht am 22.06.2017 im Freibad von Münsingen auf einer Wasserrutsche ins Wasserbecken
Rutschen macht zwar Spaß, lenkt aber auch vom Schwimmen ab.
Quelle: dpa

2. Grund: Planschen statt Schwimmen

Wenn Kinder mit ihren Eltern ins Schwimmbad gehen, dann sind das oft Spaßbäder. Und dort wird meist eher geplanscht als geschwommen. Denn wenn man die Wahl hat zwischen Schwimmübungen und Tunnelrutsche - tja, da düsen viele doch lieber ein paarmal durch die Rutsche, anstatt im Becken ihre Bahnen zu ziehen. Rutsche, Sprudelbecken und Wasserspritzen sind zwar spaßig, lenken aber auch davon ab, im Schwimmbad zu schwimmen.

Wenn ihr diese 5 Sachen schafft, seid ihr sichere Schwimmer

Der DLRG sagt, richtig sichere Schwimmer seid ihr, wenn:

  1. ihr euch unter Wasser genauso gut zurechtfindet wie über Wasser.
  2. ihr 15 Minuten ohne Halt und Hilfe in tiefem Wasser schwimmen könnt.
  3. ihr auf dem Rücken genauso gut schwimmen könnt wie auf dem Bauch.
  4. ihr mehrere Sprünge beherrscht.
  5. ihr - obwohl ihr Wasser geschluckt habt - weiterschwimmen könnt.
Gemerkt auf "Mein ZDFtivi" Nicht mehr gemerkt Mag ich Mag ich nicht mehr Gemerkt auf "Mein ZDFtivi" Nicht mehr gemerkt Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Die Website verwendet Cookies, um Ihnen ein bestmögliches Angebot zu präsentieren. Nähere Informationen und die Möglichkeit, die Verwendung von Cookies einzuschränken finden Sie hier.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, können Sie jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigen Sie Ihr Ausweisdokument.

Du bist dabei, den Kinderbereich zu verlassen. Möchtest du das wirklich?

Wenn du den Kinderbereich verlässt, bewegst du dich mit dem Profil deiner Eltern in der Mediathek!