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Keine Lust auf Fremdsprachen?

In Großbritannien lernen immer weniger Schüler und Schülerinnen Fremdsprachen. In den letzten 20 Jahren hat sich die Zahl in vielen Regionen fast halbiert. Das liegt vermutlich daran, dass die britische Regierung 2002 die Pflicht, eine Fremdsprache in Schulen zu lernen, abgeschafft hat.

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Die Sommerferien stehen vor der Tür. Dann geht's für viele von euch sicherlich in den Urlaub: vielleicht nach Frankreich, Spanien oder Italien. Ein guter Zeitpunkt, eure Fremdsprachenkenntnisse auszuprobieren. Für Schüler und Schülerinnen in Großbritannien ist das nicht mehr so einfach. Dort lernen nämlich immer weniger Schüler und Schülerinnen eine andere Sprache als Englisch im Unterricht.

Symbolbild eines Klassenzimmers für den Lehrermangel in Deutschland am 09.08.2018 in Magdeburg.
Immer weniger Schüler kommen in Großbritannien zum Fremdsprachen-Unterricht.
Quelle: dpa

Fremdsprachen-Pflicht abgeschafft

Ein Grund, weshalb immer weniger britische Schüler eine Fremdsprache lernen, liegt vermutlich daran, dass die britische Regierung 2002 die Pflicht, eine Fremdsprache zu lernen, abgeschafft hat. Schüler, die über 14 Jahre alt sind, müssen keine Fremdsprache mehr lernen. Sie dürfen das Fach komplett abwählen. Seither haben sich immer weniger Schüler und Schülerinnen freiwillig dafür entschieden, eine andere Sprache - zum Beispiel Französisch oder Deutsch - zu lernen. Seit 2002 ging ihre Zahl in manchen Regionen Großbritanniens fast um die Hälfte zurück. Deshalb fliegen bei vielen Schulen schon einzelne Sprachen vom Lehrplan. Jede dritte weiterführende Schule in Großbritannien hat mindestens eine Fremdsprache komplett aus dem Lehrangebot gestrichen.

Viele denken, Englisch reiche aus

Viele Schüler und Schülerinnen aus Großbritannien denken, dass sie mit Englisch überall verstanden werden. Schließlich ist Englisch eine Weltsprache. Deshalb kommen manche Schüler auf die Idee, es würde ausreichen, nur die eigene englische Sprache sprechen zu können.
Dass Schüler keine Fremdsprachen mehr freiwillig lernen wollen, könnte auch daran liegen, dass sie Angst haben. Einige finden, dass Fremdsprachen zu kompliziert und zu schwierig sind. Viele Schüler finden vor allem Deutsch und Französisch schwer. Sie haben Angst, dass sie darin schlechte Noten bekommen und sich so das Zeugnis vermiesen. Verstärkt wird diese Angst, weil der Unterricht in Großbritannien stark auf die Prüfungen ausgerichtet ist. So bleibt der Spaß am Sprachelernen auf der Strecke.

Beim Lernen einer Sprache geht es um mehr als die Sprache

Beim Lernen einer Fremdsprache geht es aber um mehr als nur um die Sprache. Man lernt nämlich nicht nur die Sprache und ihre Grammatik, sondern auch viel über die Kultur der Länder, in denen die Sprache gesprochen wird. Die Schüler bekommen im Fremdsprachen-Unterricht Einblicke in die Alltagswelt der Menschen, in die Geschichte und die Geografie.

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