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Hohe Inzidenz bei Kindern und Jugendlichen

Zurzeit stecken sich in einigen Regionen Deutschlands viele Kinder und Jugendliche mit dem Coronavirus an. Woran könnte das liegen?

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Die Zahl der Menschen, die sich in Deutschland mit dem Coronavirus angesteckt haben, ist seit einigen Wochen ungefähr gleich. Mal stecken sich mehr Menschen an, mal weniger. Betrachtet man nur die Kinder und Jugendlichen im Alter von 10 bis 19 Jahren sieht das allerdings ein bisschen anders aus. Sie haben sich in den vergangenen Wochen häufiger mit dem Coronavirus angesteckt: In acht Regionen haben sich außergewöhnlich viele Kinder und Jugendliche angesteckt. Dort liegt der sogenannten Inzidenzwert bei über 500. Zum Vergleich: Die Inzidenz aller Einwohnerinnen und Einwohner Deutschlands - egal wie alt - lag am Freitag bei 68,7.

Junge Menschen sitzen auf einer Brücke, im Hintergrund geht die Sonne unter.
Aktuelle Infektionszahlen zeigen: Besonders junge Menschen stecken sich mit dem Coronavirus an.
Quelle: Felix Hörhager/dpa

Woran liegt das?

Dass sich so viele Kinder und Jugendliche anstecken hat laut Expertinnen und Experten unter anderem mit der Impfung zu tun:

  • Viele junge Menschen sind noch gar nicht oder nicht vollständig geimpft. Das liegt unter anderem daran, dass die Impfung von Expertinnen und Experten lange Zeit nur für Menschen ab 18 Jahren empfohlen wurde. Das hat sich erst vor rund zwei Monaten geändert. Auch wenn sich nun deutlich mehr Kinder und Jugendliche impfen lassen, im Vergleich zu den Erwachsenen in Deutschland sind Menschen von 12 bis 19 Jahren noch deutlich seltener geimpft.
  • Für Kinder unter 12 Jahren ist noch kein Corona-Impfstoff empfohlen. Das bedeutet, bis auf wenige Ausnahmen, ist in dieser Altersgruppe noch niemand geimpft.
  • Gerade weil sie meist nicht geimpft sind, stecken sich viele junge Menschen wohl gegenseitig an. Sie treffen sich häufiger mit Gleichaltrigen - zum Beispiel in den Schulen. Dort findet vorwiegend wieder Präsenzunterricht statt. In den vergangenen vier Wochen kam es in ganz Deutschland mindestens zu 636 sogenannten Schulausbrüchen. Expertinnen und Experten sprechen von einem Schulausbruch, wenn sich an einer Schule gleichzeitig zwei oder mehr Schülerinnen und Schüler mit dem Coronavirus infiziert haben.
  • Expertinnen und Experten sagen außerdem, dass die hohen Zahlen unter Kindern und Jugendlichen auch daher kommen, dass in Schulen und Kindergärten regelmäßig auf das Coronavirus getestet wird und so auch mehr Fälle aufgedeckt werden.

Welche Folgen hat eine Coronainfektion bei jungen Menschen?

Nicht alle jungen Menschen, die sich mit dem Coronavirus anstecken, werden auch tatsächlich krank. Ganz viele merken zum Beispiel gar nicht, dass sie infiziert sind. Bis jetzt mussten nur ganz selten Kinder wegen Corona ins Krankenhaus. Oft wird auch über "Long Covid" gesprochen, wenn es darum geht, wie gefährlich, das Coronavirus für junge Menschen sein kann. Manche Menschen, die sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, sind nach Wochen oder sogar Monaten immer noch nicht richtig gesund. Dann spricht man von Long Covid.

Ob Kinder und Jugendliche genauso häufig wie ältere Menschen davon betroffen sind, dazu haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler noch nicht genug herausgefunden. Kinder und Jugendliche stecken sich im Moment zwar häufiger an, aber sie erkranken sehr sehr selten schwer an Covid-19, viel seltener als ältere Menschen! logo! hat im Sommer mit einem Experten über das Thema gesprochen.

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Diesen Text hat Felix geschrieben.

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