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Jim Knopf wird 60!

Die Geschichte um den Schwarzen Jungen Jim und Lukas, den Lokomotivführer, ist bei vielen beliebt. Doch das Buch wird auch kritisiert.

Wer kennt sie nicht, die Insel mit zwei Bergen namens Lummerland, den Waisenjungen Jim Knopf und Lukas, den Lokomotivführer?! Die Geschichte über die beiden Abenteurer ist Kult und wird am Sonntag 60 Jahre alt! Denn am 9. August 1960 erschien das erste Jim Knopf Buch von Autor Michael Ende. Obwohl die Bücher auch heute noch sehr beliebt sind, werden sie viel kritisiert. Denn immer mehr Menschen finden: Die Geschichte ist teilweise rassistisch.

Jim Knopf bei der Augsburger Puppenkiste
"Jim Knopf" bei der Augsburger Puppenkiste
Quelle: dpa

Darum geht's in der Geschichte

In der Geschichte kommt ein kleiner, Schwarzer Junge in einer Kiste nach Lummerland. Dieser Junge ist Jim Knopf. Er findet ein Zuhause auf der Insel und erlebt viele Abenteuer mit seinem Freund Lukas, dem Lokomotivführer. 60 Jahre nach Erscheinen des ersten Jim Knopf-Bandes sind die Bücher zwar immer noch beliebt, aber auch sehr umstritten. Denn seit einiger Zeit bemängeln Kritikerinnen und Kritiker die Darstellung des Schwarzen Jungen Jim.

Das wird kritisiert

Der Hauptkritikpunkt: ein rassistisches Wort, das in dem Buch verwendet wird. Das lateinische Wort "Neger" ist eine beleidigende Bezeichnung für Schwarze Personen und gilt als rassistisch. An einer Stelle in Endes Buch wird Jim Knopf mit diesem Wort beschrieben.

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Was bedeutet Rassismus?
 

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Videolänge:
1 min

Autor Michael Ende hat das Buch vor vielen Jahren geschrieben. Damals haben die Menschen sich noch nicht so viele Gedanken über die Verwendung solcher Wörter gemacht. Außerdem kamen Schwarze Hauptfiguren in Büchern noch nicht so häufig vor. Ende hat aber einen schwarzen Jungen als Helden für seine Geschichte gewählt. Außerdem retten Jim und Lukas im Buch viele Kinder verschiedener Herkunft vor einem bösen Drachen. Einige finden, das zeige, dass der Autor und die Geschichte nicht rassistisch sind.

Kinder lesen das Buch "Jim Knopf". Auf der Seite sind Illustrationen.
Viele Kinder lesen das Buch "Jim Knopf".
Quelle: dpa

Heute wird über das Thema Rassismus viel diskutiert und deshalb auch über die Geschichte von Jim Knopf. Viele fordern, dass das rassistische Wort aus den Büchern genommen wird. Der Verlag will das bisher nicht.

Kritik auch an anderen Büchern

Jim Knopf ist nicht das einzige Kinderbuch, über das heutzutage wegen Rassismus diskutiert wird. Immer wieder werden Geschichten, die in der Vergangenheit geschrieben und veröffentlicht wurden, kritisiert, weil zum Beispiel rassistische Wörter darin vorkommen.

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