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Kein neues Schutzgebiet für Pinguine und Co.

In der Antarktis sollte eigentlich das größte Meeresschutzgebiet der Welt entstehen. Einige Länder haben am Freitag aber gesagt, dass sie das nicht wollen.

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Die Europäische Union (EU) hatte einen Plan. In der Antarktis sollte das größte Meeresschutzgebiet der Welt entstehen. Viele Umweltschützer und Politiker unterstützen den Plan der EU. Doch am Freitag wurde klar: Das Projekt ist gescheitert - zumindest vorerst. In einem Jahr soll noch einmal darüber verhandelt werden.

Ein Eisschelf in der Antarktis
Das Weddell-Meer in der Antarktis Quelle: reuters

Über das Schutzgebiet entscheiden sollte eine Organisation, die für Fischerei und Schutzgebiete zuständig ist. In dieser Organisation sind viele Länder vertreten. Damit ein Schutzgebiet entstehen kann, müssen alle Mitgliedsländer der Organisation zustimmen. Unter anderem Vertreter aus China, Russland und Norwegen waren wohl dagegen, das Gebiet unter besonderen Schutz zu stellen.

Lebensraum für viele Tiere

Insgesamt sollte ein Gebiet unter Schutz gestellt werden, das etwa fünfmal so groß ist wie Deuschland. Dieses Gebiet liegt im sogenannten Weddell-Meer. Das Weddell-Meer ist ein besonderer Ort. Denn dort ist die Natur größtenteils sich selbst überlassen. Dort leben etwa 300.000 Kaiserpinguine, mindestens zwölf Walarten, viele Robbenarten und Seevögel. Auch auf dem Meeresboden leben einige Tiere, die es sonst nirgendwo auf der Welt gibt.

Fischfang und Klimawandel

Im Moment wird im Weddell-Meer noch nicht viel gefischt. Das liegt auch daran, dass große Teile des Meeres mit Eis bedeckt sind. Für Fischerbote ist es also nicht möglich, dort fischen zu gehen.

Das könnte sich allerdings ändern. Denn durch den Klimawandel beginnt das Eis immer weiter zu schmelzen. Dann könnten Fischerbote in großen Teilen des Weddell-Meeres fischen. Das ist wohl auch ein Grund, warum einige Länder gegen das Schutzgebiet gestimmt haben. Denn wenn das Weddell-Meer ein Schutzgebiet wäre, dürfte dort nicht gefischt werden. Mit dem Fischfang könnten die Länder aber viel Geld verdienen.

Expertinnen und Experten kritisierten die Länder Russland, China und Norwegen dafür, dass sie die Schutzzone ablehnen. Sie sind der Meinung, dass diesen Ländern Geld wichtiger sei als der Schutz der Antarktis.

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