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Schuften statt Schule

Ungefähr 152 Millionen Kinder müssen hart arbeiten. Und wegen Corona werden es noch mehr, befürchten Hilfsorganisationen. Wieso das so ist, erfahrt ihr hier.

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Ein Junge trägt in schmutziger Kleidung einen Autoreifen in einer Reparatur-Werkstatt.
Viele Kinder müssen wie dieser Junge in Ägypten hart arbeiten. Obwohl Kinderarbeit verboten ist, schuften in vielen Ländern Jungen und Mädchen zum Beispiel auf Feldern oder in Werkstätten.
Quelle: Alleruzzo, Maya/ap

Eigentlich sollten bis zum Jahr 2025 keine Kinder mehr arbeiten müssen. Das war der Plan der Vereinten Nationen, einer Vereinigung fast aller Länder der Erde. Trotzdem müssen heute noch ungefähr 152 Millionen Kinder weltweit schwer arbeiten, das sind etwa zweimal so viele, wie Menschen in Deutschland leben. Durch die Corona-Pandemie müssen jetzt aber noch mehr Kinder schuften, fürchten Hilfswerke wie UNICEF. Kinderarbeit ist fast überall verboten, doch nicht immer halten sich die Menschen an dieses Verbot.

Nur so kommen die Familien zurecht

Das Problem: Viele Familien vor allem in ärmeren Ländern haben ohnehin kaum genug Geld, um sich selbst mit Essen und Kleidung zu versorgen. Wegen Corona verlieren einige Eltern auch noch ihre Arbeit, weil zum Beispiel weniger Reisende ins Land kommen. Um ihren Eltern zu helfen, müssen Kinder dann oft schwere Arbeiten übernehmen, zum Beispiel auf dem Feld oder in Steinbrüchen. Nur so schaffen es die Familien, überhaupt genug Geld zum Leben zusammen zu kratzen. Die Kinder arbeiten oft den ganzen Tag lang und haben keine Zeit mehr, in die Schule zu gehen. Im Video rechts erfahrt ihr an einem ausgedachten Beispiel, was das für die Kinder bedeutet.

Das Problem geht immer weiter

Wenn sie aber nicht in die Schule gehen können, dann finden die Kinder später oft auch selbst keine gut bezahlte Arbeitsstelle. Das bedeutet, sie haben die gleichen Probleme wie ihre Eltern. Und ihre eigenen Kinder müssen häufig auch wieder arbeiten und können nicht zur Schule. Hilfsorganisationen versuchen, diesen Kreislauf zu durchbrechen. Sie befreien Kinder aus ihren Arbeitsstellen und sorgen dafür, dass die Leute eine Strafe zahlen müssen, die Kinder trotz Verbot arbeiten lassen. Außerdem bieten die Organisationen Unterricht für die Kinder an und unterstützen die Familien mit Geld.

Ein Kind mit einer Mund-Nasen-Bedeckung, das ein Buch in den Händen hält und darin liest
Viele Schulen sind wegen Corona geschlossen. Hilfsorganisationen versuchen trotzdem eine Art Ersatzunterricht zu machen.
Quelle: Jaipal Singh/epa-efe/shutterstock

Alte Sorgen durch die neue Krankheit

Gerade haben aber viele Schulen geschlossen, seit sich Corona ausgebreitet hat. Homeschooling, wie wir es aus Deutschland kennen, funktioniert in armen Ländern eher selten. Die meisten dort haben keinen Zugang zu Computern oder Smartphones. In vielen Ländern bekommen die Schüler normalerweise in der Schule umsonst etwas zu essen. Weil diese Mahlzeit jetzt ausfällt, müssen die Eltern auch dafür bezahlen. So wird die Armut noch größer. Hilfsorganisationen befürchten deswegen, dass immer mehr junge Menschen keinen Schulabschluss machen können und arm bleiben. Die Corona-Pandemie verschlimmert also die Lage für viele Kinder weltweit.

Diesen Text hat Andreas geschrieben.

Erfahrt hier noch mehr zum Thema Kinderarbeit.

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Dass Kinder arbeiten müssen, verstößt gegen die Kinderrechte. Erfahrt, welche Kinderrechte es gibt.

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