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Was ihr über Klamotten wissen solltet

Vom Material bis zum Produktionsstandort und zu Siegeln: Es gibt viele Dinge, auf die man beim Kleiderkauf achten kann.

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Ob ein neues Paar Schuhe, eine schicke Hose oder ein bequemer Pulli - egal, was man kaufen möchte, die Auswahl ist riesengroß! Wie entscheidet man dann, was man am besten kaufen soll? Eine Untersuchung hat gezeigt, dass jeder zweite Deutsche beim Kauf seiner Kleidung darauf achtet, von welcher Marke sie ist. Wir sind damit europaweit auf dem dritten Platz. Nur die Franzosen und Italiener legen noch mehr Wert auf Marken.

Markenklamotten sind also Vielen wichtig. Aber man kann Kleidung nicht nur nach der Marke auswählen. Auf was ihr noch achten könnt und dabei sogar mit gutem Gewissen einkaufen könnt, gibt es hier zum Nachlesen.

1. Material

30.11.2014
Knospe einer Baumwollpflanze
Quelle: colourbox.de

Kleidungsstücke werden aus den unterschiedlichsten Materialien hergestellt. Sie können aus pflanzlichen oder tierischen Fasern bestehen und haben unterschiedliche Eigenschaften. Manche sind bequemer, schützen mehr vor Kälte oder Wärme, sind wasserabweisend oder kuschelig. Für unsere Umwelt ist unter anderem Bio-Baumwolle die beste Wahl.

Neben den Materialien ist es wichtig auch an die Farbstoffe zu denken. Diese können leider schlecht für die Gesundheit sein. Ihr solltet neue Kleidung vor dem ersten Tragen deshalb immer waschen.

2. Gute Verarbeitung

Wie schön und wie lange ein Kleidungsstück hält, ohne kaputtzugehen, hängt auch von der Verarbeitung ab. Eine gute Verarbeitung erkennt man zum Beispiel an geraden, kaum sichtbaren Nähten, fest angenähten Knöpfen oder an problemlos funktionierenden Reißverschlüssen. Wenn man gleich beim Kauf auf hohe Qualität achtet, hat man auch länger Freude am Lieblingspulli, der Winterjacke oder der neuen Jeans.

3. Produktionsstandort und Arbeitsbedingungen

Frauen in Nähfabrik in der Türkei
Quelle: ZDF

Kleidung wird weltweit produziert, also hergestellt, allerdings nicht immer unter guten Arbeitsbedingungen. Die Menschen, die in weit entfernten Ländern wie Bangladesch unsere Kleidung herstellen, werden oft unfair behandelt: Sie bekommen zum Beispiel nur wenig Geld und müssen sehr hart arbeiten. Manchmal befinden sich die Nähfabriken auch in baufälligen oder unsicheren Gebäuden. Schon häufiger kam es deshalb zu schweren Unfällen. Es gibt allerdings Marken, häufig kleinere, die damit werben, dass sie Kleidung unter fairen Bedingungen herstellen lassen.

4. Siegel für die Umwelt und Arbeitsbedingungen

Um auf Nummer Sicher zu gehen, dass die Kleidung nachhaltig ist und fair hergestellt wurde, kann man beim Kleiderkauf auf sogenannte Siegel achten. Diese Zeichen zeigen, dass die Arbeitsbedingungen wirklich gut sind.

Beispiele für solche Siegel sind zum Beispiel das "Global Organic Textile Standard". Dieses gibt auch an, dass umweltfreundlich produziert wird. Umweltfreundlich heißt zum Beispiel, dass keine giftigen Stoffe in die Natur gelangen und wenig Wasser verbraucht wird. Gleichzeitig heißt es auch, dass es keine Kinderarbeit in den Firmen gibt. Ein ähnliches Zeichen ist das "Fairtrade Textile Production". Kleidung mit diesem Siegel könnt ihr auch mit gutem Gewissen kaufen.

Grüner Knopf
So sieht das Siegel "Grüner Knopf" aus.
Quelle: dpa

Das Siegel "Grüner Knopf" gibt es seit 2019 in Deutschland. Dieses soll zeigen, dass Menschenrechte sowie Umweltschutz eingehalten werden. Hier gibt es allerdings Kritik. Denn: Die Hersteller der Marken sagen zwar selbst, dass sie fair produzieren, es wird aber von niemandem kontrolliert.

5. Second-Hand

Maral im Secondhand-Laden
Maral im Secondhand-Laden
Quelle: ZDF

Für die Umwelt ist Second-Hand, also der Kauf von gebrauchten Klamotten, eindeutig die beste Möglichkeit. So muss keine neue Kleidung hergestellt werden. Die Produktion von Kleidung bedeutet nämlich immer auch Verpackungen, Transporte und den Verbrauch von Ressourcen wie Wasser. Und bei Second Hand entsteht auch weniger Müll. Doch nicht nur das ist ein Vorteil! Gebrauchte Kleidung ist auch viel günstiger. Man bekommt sie in einem Second-Hand-Laden, beim Flohmarkt oder von älteren Nachbarskindern. Mittlerweile gibt es auch viele Apps, mit denen man ganz einfach online gebrauchte Kleidung shoppen kann. Oder macht doch mal eine Klamotten-Tauschparty mit euren Freunden - das macht Spaß und alle haben nachher ein paar andere T-Shirts, Pullis oder Hosen.

Diesen Text hat Vanessa geschrieben.

Jetzt wollen wir von euch wissen: Worauf achtet ihr beim Kauf eurer Kleidung? Auf Markennamen, auf Trends oder auch darauf, was und wer dahintersteckt? Schreibt uns unten in die Kommentare.

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