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Einigung bei der Klimakonferenz in Kattowitz

Die Verhandlungen dauerten länger als geplant und manche befürchteten schon, es gäbe kein Ergebnis. Am Samstagabend gab es dann aber eine gute Nachricht.

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Die Erleichterung ist groß: Mit einem Tag Verspätung konnten sich die Politiker auf der Klimakonferenz in Kattowitz doch noch einigen. Am Samstagabend haben sie ein Regelwerk beschlossen, das nun im Kampf gegen den Klimawandel gelten soll. Auf 133 Seiten steht, welche Schritte nötig sind und wie diese umgesetzt werden sollen.

KLimagipfel Kattowitz
Fast zwei Wochen lang dauerte die Konferenz in der polnischen Stadt Kattowitz.
Quelle: dpa

Erderwärmung begrenzen

Das oberste Ziel: die Erderwärmung auf unter zwei Grad begrenzen. Um das zu erreichen, muss der Ausstoß von klimaschädlichen Gasen wie zum Beispiel CO2 deutlich verringert werden. CO2 entsteht zum Beispiel, wenn Erdöl, Kohle oder Erdgas verbrannt werden - in Kraftwerken und Fabriken, beim Autofahren oder Fliegen und beim Heizen.

In Zukunft müssen alle Länder genau berichten, wie viele klimaschädliche Gase sie ausstoßen und was sie unternehmen, um diese zu reduzieren. Da keine Regierung schlecht in Sachen Klimaschutz dastehen will, hoffen Experten, dass sich die Politiker in ihren Ländern mehr anstrengen, um Fortschritte zu erzielen.

Hilfe für ärmere Länder

Klimaschutz kostet Geld. Der CO2-Ausstoß zum Beispiel lässt sich mit moderner, umweltfreundlicher Technik reduzieren. Doch diese Technik ist oft sehr teuer. Ärmere Länder können sich das oft nicht leisten. Deshalb sollen ärmere Länder in Zukunft mehr Unterstützung von reicheren Ländern bekommen.

Ärmere Länder sind es meist auch, die bereits unter den Folgen des Klimawandels leiden. Inselstaaten zum Beispiel, die durch den steigenden Meeresspiegel immer wieder mit Überflutungen zu kämpfen haben. Dabei sind diese Länder gar nicht schuld am Klimawandel, da sie in der Vergangenheit kaum klimaschädliche Gase ausgestoßen haben. Um mit den Folgen klar zu kommen, sollen sie deshalb auch Geld von reicheren Ländern bekommen.

Folgen des Klimwandels
Bei manchen Inseln machen schon wenige Zentimeter den Unterschied. Wegen des steigenden Meeresspiegels mussten schon einige Inselbewohner ihre Heimat verlassen.
Quelle: mev

Nicht mehr viel Zeit

Experten sagen: Wenn die Erderwärmung noch gestoppt werden soll, müssen alle Länder zusammenarbeiten - und zwar jetzt. Denn jeder noch so kleine Temperaturanstieg hat Folgen. Dürren und extreme Hitzesommer, aber auch Überschwemmungen und heftige Unwetter könnten deutlich zunehmen, wenn sich die Erde weiter erwärmt. Viele Umweltorganisationen meinen deshalb, dass noch deutlich mehr getan werden müsste, als nun auf der Klimakonferenz beschlossen wurde.

Gretas Rede auf der Klimakonferenz

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Greta ist 15 Jahre alt und kommt aus Schweden. Auf der Klimakonferenz in Kattowitz hat sie eine wichtige Rede gehalten.

Videolänge:
3 min
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