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Deutschland hat 2019 weniger CO2 erzeugt als gedacht

Deutschlands Politiker hatten sich vorgenommen, dass bis Ende 2020 deutlich weniger klimaschädliche Gase ausgestoßen werden. Experten haben jetzt berechnet: Dieses Ziel könnte erreicht werden.

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Jedes Jahr gibt es die Weltklimakonferenz. Dort treffen sich Politiker aus fast allen Ländern der Welt, um darüber zu beraten, wie der Klimawandel verlangsamt werden kann. Im Jahr 2015 wurde dabei ein wichtiger Vertrag beschlossen, also ein Regelwerk in dem steht, welche Schritte dafür nötig sind. Das oberste Ziel: die Erderwärmung auf unter zwei Grad begrenzen. Um das zu erreichen, muss der Ausstoß von klimaschädlichen Gasen wie zum Beispiel CO2 deutlich verringert werden.

Windenergiepark «Odervorland» im Landkreis Oder-Spree. Symbolbild
Mehr Windkraft würde helfen, die Klimaziele zu erreichen.
Quelle: Patrick Pleul/zb/dpa

Deutschland hat 2019 viel weniger CO2 produziert

Auch Deutschland hat diesen Vertrag unterschrieben und damit versprochen, das Klima besser zu schützen. In dem Vertrag wurde auch festgehalten, wie viel besser Deutschland im Klimaschutz werden will – das sind die sogenannten Klimaziele. Eines der Ziele ist, viel weniger CO2 zu produzieren. Bisher sah es so aus, als ob Deutschland das nicht schaffen würde. Nun melden sich aber Forscher und Forscherinnen einer Expertengruppe und sagen, dass Deutschland sein Ziel bis Ende des Jahres doch noch erreichen könnte. Das hätten sie ausgerechnet.

Deutschland hängt beim Klimaschutz hinterher.
2019 wurden in Deutschland 50 Millionen Tonnen CO2 weniger produziert.
Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa

Der Grund: Es wurde vor allem 2019 wohl viel weniger Strom aus Kohlekraftwerken produziert und damit auch weniger CO2 in die Luft gepustet. Die Forscher sagen, das läge daran, dass Firmen und Kraftwerke, die viele schädliche Gase wie CO2 ausstoßen, dafür Geld zahlen müssen. Das nennt man auch Emissionshandel. "Emission" ist ein Fremdwort für den Ausstoß von Schadstoffen, zum Beispiel Abgase wie Kohlendioxid. Emissionen zu produzieren, kostet die Firmen also viel Geld. Das führt dazu, dass im vergangenen Jahr auch weniger Strom aus Kohlekraftwerken produziert und damit jede Menge CO2 eingespart wurde. Im Video unten erfahrt ihr, wie das mit dem Emissionshandel funktioniert.

ZDFtivi | logo! - Was ist Emissionshandel?

Was hat es mit den Verschmutzungspapieren auf sich?

Videolänge:
1 min

Mehr CO2 durch Straßenverkehr

Nun haben die Forscher und Forscherinnen aber auch schlechte Klimanachrichten aus dem Jahr 2019: Auf den Straßen wurde nämlich mehr CO2 ausgestoßen als bisher. Der Hauptgrund laut der Experten: Es gebe zu viele schwere und große Autos, die jede Menge CO2 ausstoßen.

Damit Deutschland also weiterhin weniger CO2 ausstößt und das Klimaziel für 2020 wirklich erreicht, müsste es mehr klimafreundliche Autos geben. Und es müssten noch mehr erneuerbare Energien genutzt werden, um möglichst umweltschonend Strom zu produzieren, zum Beispiel mit Windrädern.

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