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Keine Kohle mehr ab 2038

Mit Strom, der aus Kohle stammt, soll in einiger Zeit Schluss sein. Wichtige Politikerinnen und Politiker haben sich am Mittwoch mit Bundeskanzlerin Merkel getroffen, um über einen genauen Plan dafür zu beraten.

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Dass ihr gerade diesen Artikel lesen könnt, hat mit Strom zu tun. Schließlich braucht den euer Computer, Tablet oder Smartphone, um überhaupt zu laufen. Oft kommt dieser Strom aus Kohlekraftwerken. Dort wird zum Beispiel Braunkohle verbrannt, um Strom zu produzieren. Aber bei der Verbrennung wird unter anderem auch das Treibhausgas CO2 freigesetzt. Das ist mitverantwortlich für den Klimawandel - also dafür, dass es auf der Erde immer wärmer wird.

Braunkohlekraftwerk der Vattenfall AG in Jänschwalde
Wie viele Jahre darf es hier noch qualmen?
Quelle: dpa

Umweltschützerinnen und Umweltschützer fordern schon lange, dass die Kohlekraftwerke in Deutschland nicht mehr benutzt werden. Und die Bundesregierung hat auch schon einen Plan, dass die Kohlekraftwerke in den nächsten Jahren Schritt für Schritt abgeschaltet werden. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich am Mittwoch mit einigen Politikerinnen und Politikern getroffen, um über den genauen Zeitplan zu entscheiden.

Das ist bei dem Treffen herausgekommen

Bis zum Jahr 2038 soll der Strom in Deutschland komplett kohlefrei sein. Es soll außerdem überprüft werden, ob es schon früher möglich ist, aus der Kohle auszusteigen. Bevor die Kohlekraftwerke abgeschaltet werden, muss sichergestellt sein, dass es genügend andere Stromquellen gibt. So sollen etwa mehr erneuerbare Energien wie Solaranlagen und Windräder genutzt werden.

Außerdem wurde beschlossen: Die Regionen in Deutschland, in denen bisher viele Menschen vom Abbau der Kohle leben oder in Kohlekraftwerken arbeiten, sollen mit Geld unterstützt werden. Denn viele Menschen, die ihren Arbeitsplatz verlieren, werden Hilfe brauchen: zum Beispiel, indem sie eine neue Ausbildung absolvieren müssen oder in andere Jobs vermittelt werden. Außerdem sollen die Betreiber der Kohlekraftwerke sehr viel Geld bekommen. Das soll eine Entschädigung dafür sein, dass sie viel Geld in Kohlekraftwerke gesteckt haben, mit denen sie dann kein Geld mehr verdienen.

Ein weiteres Ergebnis: Der Hambacher Forst, ein Waldgebiet im Westen von Deutschland, wird nicht abgeholzt. Dafür hatten sich in der Vergangenheit viele Klimaschützer eingesetzt. Eigentlich sollte der Wald nämlich komplett verschwinden, um dort Kohle aus der Erde zu holen. Das soll jetzt nicht passieren.

Kritik an dem Plan

Kohle
Ist 2038 zu spät?
Quelle: ZDF

Doch es gibt auch Kritik: Manche Politikerinnen und Politiker sind der Meinung, der Kohleausstieg sei zu teuer. Um den Ausstieg bis 2038 hinzubekommen, müsste in den nächsten Jahren zu viel Geld ausgegeben werden. Andere Politiker sowie Klima- und Umweltexperten meinen dagegen, es müsste noch schneller gehen. Sie finden, dass man nicht bis 2038 mit dem Kohleausstieg warten sollte. Deutschland müsste schneller und entschiedener handeln, um den Klimawandel aufzuhalten, sagen sie.

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