Sie sind hier:

Ein Plan für den Kohleausstieg

Mit Strom, der aus Kohle stammt, soll in einiger Zeit Schluss sein. Wie das gehen kann, darüber haben Experten lange gegrübelt. Nun gibt es einen Plan.

Datum:

Dass ihr gerade diesen Artikel lesen könnt, hat mit Strom zu tun. Schließlich braucht den euer Computer, Tablet oder Smartphone, um überhaupt zu laufen. Oft kommt dieser Strom aus Kohlekraftwerken. Dort wird zum Beispiel Braunkohle verbrannt, um Strom zu produzieren. Aber bei der Verbrennung entsteht unter anderem auch das klimaschädliche Gas CO2. Das ist mitverantwortlich für den Klimawandel - also dafür, dass es auf der Erde immer wärmer wird.

Braunkohlekraftwerk der Vattenfall AG in Jänschwalde
Wie viele Jahre darf es hier noch qualmen?
Quelle: dpa

Deshalb möchte Deutschland die Kohlekraftwerke nicht mehr lange benutzen. Wenn die Kohlekraftwerke noch lange weiterlaufen, wird es immer schwieriger, die Ziele für das Klima zu erreichen, die Deutschland gemeinsam mit anderen Ländern beschlossen hat. Eine Gruppe von Experten aus der Wissenschaft, der Politik und aus Umweltverbänden sollte deshalb einen Plan machen, wann mit dem Strom aus Kohlekraftwerken Schluss ist und wie es danach weitergeht. Nun gibt es ein Ergebnis.

Konkretes Ausstiegsdatum

Der Plan sieht vor: Bis zum Jahr 2038 soll der Strom in Deutschland komplett kohlefrei sein. Bis dahin muss noch viel passieren. Bevor die Kohlekraftwerke abgeschaltet werden, muss sichergestellt sein, dass es genügend andere Stromquellen gibt. So sollen etwa mehr erneuerbare Energien wie Solaranlagen und Windräder genutzt werden. In dem Plan steht auch: Die Regionen in Deutschland, in denen bisher viele Menschen vom Abbau der Kohle leben oder in Kohlekraftwerken arbeiten, sollen mit Geld unterstützt werden. Denn viele Menschen, die ihren Arbeitsplatz verlieren, werden Hilfe brauchen: zum Beispiel, indem sie eine neue Ausbildung bekommen oder in andere Jobs vermittelt werden.

Kritik an dem Plan

Kohle
Ist 2038 zu spät?
Quelle: ZDF

Bei vielen ist die Erleichterung groß, dass sich die Expertengruppe auf einen Plan einigen konnte und nun ein konkretes Datum für den Kohleausstieg absehbar ist. Doch es gibt auch Kritik: Manche Politiker sind der Meinung, der Plan sei zu teuer. Um den Ausstieg bis 2038 hinzubekommen, müsste in den nächsten Jahren zu viel Geld ausgegeben werden. Andere Politiker sowie Klima- und Umweltexperten meinen dagegen, es müsste noch schneller gehen mit dem Kohleausstieg. Sie finden, dass man nicht bis 2038 warten sollte. Deutschland müsste schneller und entschiedener handeln, um den Klimawandel aufzuhalten, sagen sie.

Wie es weitergeht

Die Bundesregierung muss die Vorschläge jetzt prüfen. Dann müssen noch Verträge und Gesetze ausgearbeitet werden, mit denen der Plan in die Tat umgesetzt werden kann. Wenn bis 2038 alle Kohlekraftwerke abgeschaltet sein sollen, sollten sich die Politiker und Politikerinnen dafür nicht allzu viel Zeit lassen.

Gemerkt auf "Mein ZDFtivi" Nicht mehr gemerkt Mag ich Mag ich nicht mehr Gemerkt auf "Mein ZDFtivi" Nicht mehr gemerkt Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Die Website verwendet Cookies, um Ihnen ein bestmögliches Angebot zu präsentieren. Nähere Informationen und die Möglichkeit, die Verwendung von Cookies einzuschränken finden Sie hier.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, können Sie jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigen Sie Ihr Ausweisdokument.

Du bist dabei, den Kinderbereich zu verlassen. Möchtest du das wirklich?

Wenn du den Kinderbereich verlässt, bewegst du dich mit dem Profil deiner Eltern in der Mediathek!