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Kolonialismus und Sklavenhandel

Vor über 500 Jahren begannen Europäer, fremde Gebiete zu beherrschen und die Menschen vor Ort zu unterdrücken. Folgen hat all das bis heute.

Datum:
Nachbau des Schiffs Santa Maria von Kolumbus, aufgenomen am 13.05.2014
Mit so einem Schiff reiste Kolumbus nach Amerika.
Quelle: reuters

"Christoph Kolumbus hat Amerika entdeckt" - vielleicht habt ihr das schon mal gehört oder so in der Schule gelernt. Aber: Wenn man es genau nimmt, hat Kolumbus den Kontinent gar nicht entdeckt - denn bei seiner Ankunft lebten dort bereits seit tausenden von Jahren Menschen. Ähnlich war es mit anderen europäischen Seefahrern, die damals in die Welt hinaus segelten.

Die Europäer besetzten die Länder - ohne die Menschen dort zu fragen, ob sie das überhaupt wollten. Ganz nach dem Motto: "Das hier gehört jetzt uns". Kolonialismus bedeutet also, dass ein fremdes Land erobert und die Bevölkerung dort unterdrückt wird. So haben die Europäer lange Zeit über große Gebiete in Amerika, Asien, Ozeanien und Afrika geherrscht.

Gold, Gewürze und Farben

Säcke mit Gewürzen in der historischen Medina, Marrakesch
Gewürze waren damals sehr wertvoll.
Quelle: imago/imagebroker

Um das Jahr 1500 begann die Zeit der Eroberungen. Die Europäer suchten in den von ihnen besetzten Gebieten vor allem nach Gold, nach kostbaren Gewürzen und nach Materialien, mit denen man färben konnte. Denn diese Dinge waren sehr wertvoll und brachten eine Menge Geld.

Verschleppt und versklavt

Bei ihrer Eroberung nahmen die Europäer keine Rücksicht auf die Menschen, die in den eroberten Gebieten lebten, und stahlen einfach ihr Land. Indigene Völker Amerikas wurden mit Gewalt gezwungen für die Europäer zu arbeiten. Viele starben an Krankheiten, die die Europäer einschleppten.
Beinahe ganz Afrika wurde von Europäern besetzt. Die Eroberer entführten dort Menschen und schickten sie mit Gewalt nach Amerika. Dort wurden sie gegen ihren Willen gezwungen, als sogenannte Sklaven hart zu arbeiten.

Kolonialisierte Welt

Nach Spanien und Portugal begannen auch andere europäische Länder wie Frankreich und die Niederlande damit, sich Kolonien aufzubauen. Zu den größten Kolonialmächten der Welt gehörte Großbritannien. Auch Deutschland war eine Kolonialmacht und besetzte Gebiete in Afrika.

Deutschland führte zwischen 1904 und 1908 Krieg gegen die Bevölkerungsgruppen der Herero und Nama, die in Südwestafrika ursprünglich lebten. Heute heißt das Land Namibia. 100.000 Menschen starben. Erst 2021 nannte Deutschland diesen Krieg einen Völkermord und entschuldigte sich öffentlich.
Erst nach dem Zweiten Weltkrieg, also vor etwa 75 Jahren, schafften es viele Länder unabhängig zu werden.

Problem nach der Kolonialzeit

Auch wenn viele Länder mittlerweile unabhängig sind - die Kolonialzeit hat bis heute noch heftige Folgen für die Menschen, die dort leben.

Die Ausbeutung durch die Europäer und die Kriege haben mit dazu geführt, dass viele ehemalige Kolonien heute arme Länder sind. In einigen dieser Länder gibt es immer wieder Hungersnöte und auch weiter Kämpfe.

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