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Kolonialismus und Sklavenhandel

Wie Europäer fremde Gebiete besetzten, ausbeuteten und die Menschen versklavten.

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Mit Kolonialismus ist die Beherrschung eines Landes durch ein Volk aus einer anderen Kultur gemeint. Besonders die Europäer haben lange Zeit über große Gebiete in Amerika, Asien, Ozeanien und Afrika geherrscht. Grundlage für den Kolonialismus waren die Entdeckungsreisen europäischer Seefahrer wie Vasco da Gama oder Christoph Kolumbus.

Nachbau des Schiffs Santa Maria von Kolumbus
Mit diesem Schiff reiste Kolumbus nach Amerika. Quelle: reuters

Gold, Gewürze und Farben

Säcke mit Gewürzen in der historischen Medina, Marrakesch
Um 1500 waren Gewürze sehr wertvoll. Quelle: imago/imagebroker

Um das Jahr 1500 begann die Eroberung der neu entdeckten Gebiete. Die Spanier besetzten Gebiete in Amerika und die Portugiesen unter anderem Westafrika sowie Teile des heutigen Landes Malaysia in Asien. Die Europäer suchten in den neu entdeckten Gebieten vor allem nach Gold, nach kostbaren Gewürzen und nach Farbstoffen. Dabei nahmen sie keine Rücksicht auf die Einheimischen.

Verschleppt und versklavt

Viele Ureinwohner Amerikas starben an Krankheiten, die die Europäer einschleppten. Dadurch gab es immer weniger Ureinwohner, die die Europäer zur Arbeit zwingen konnten. Sie begannen, in Afrika Menschen zu entführen und sie als Sklaven nach Amerika zu schicken, um die dortigen Ureinwohner als Arbeitskräfte zu ersetzen.

Fast 400 Jahre lang wurden Menschen aus Afrika verschleppt und mit Schiffen über den Atlantik gebracht. Viele Sklaven starben bereits in den völlig überfüllten Schiffen. Diejenigen, die überlebten, wurden auf Sklavenmärkten verkauft und zum Beispiel dazu gezwungen, auf Zuckerrohr- oder Baumwollfeldern zu arbeiten. Die Arbeit war so hart, dass viele Sklaven krank wurden oder starben.

Sklavenmarkt um 1860 in den Südstaaten der USA

Kolonialisierte Welt

Nach Spanien und Portugal begannen auch andere europäische Länder damit, sich Kolonien aufzubauen. Die Niederländer eroberten Südafrika und Indonesien und die Franzosen Gebiete in Amerika und Afrika. Die Engländer sicherten sich große Teile Amerikas sowie Australien und Indien. Zwischen den Jahren 1870 und 1914 wurde fast ganz Afrika zwischen den Ländern Europas aufgeteilt. Auch Deutschland machte mit und besetzte Gebiete in Ostafrika, Südwestafrika und Zentralafrika.

Das Ende des Kolonialismus kam erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Einige Länder erkämpften sich ihre Freiheit, andere wurden in die Freiheit entlassen. Doch dabei ist ein großes Problem entstanden. Denn aus den Grenzen, die die Europäer zwischen ihren Kolonien in Afrika und Asien gezogen haben, wurden die Grenzen der neuen Staaten.

Willkürliche Grenzen

Hungersnot in Afrika
Viele Kinder leiden unter Hunger. Quelle: zdf

Diese Grenzen entsprechen aber meist nicht den Gebieten, in denen die verschiedenen Volksgruppen leben. Oft sind Stämme auseinander gerissen worden. Oder Gruppen, die sich nicht verstehen, leben in einem Staat vereint. Deshalb gab es Streit oder sogar Kriege. Diese Streitigkeiten und Kriege haben mit dazu geführt, dass viele ehemalige Kolonien heute sehr arme Länder sind. In einigen dieser Länder gibt es immer wieder Hungersnöte.

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