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Die Krise im Libanon

In den vergangenen Tagen haben Tausende Libanesen gegen ihre Regierung demonstriert. Dabei kam es auch zu Gewalt zwischen Demonstrierenden und der Polizei. Gleichzeitig fand am Wochenende eine Videokonferenz vieler Länder statt, eine sogenannte „Geberkonferenz“. Dort beschlossen viele Länder dem Libanon beim Wiederaufbau nach der heftigen Explosion in Beirut zu helfen.

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Schon seit langem wird im Libanon gegen die Regierung protestiert. Aufgrund der Proteste trat im vergangenen Herbst der Regierungschef zurück. Verbessert hat sich seitdem aber nichts. Im Frühjahr kam auch noch die Corona-Krise hinzu. Viele Menschen verloren ihre Jobs. Und dann noch die starke Explosion im Hafen der libanesischen Hauptstadt Beirut, bei der mehr als 160 Menschen starben, Tausende verletzt wurden und mehr als 300.000 Menschen ihr Zuhause verloren.

«My Government Did This» steht an einer Mauer in Beirut.
"My Government Did This" steht an einer Mauer in Beirut. Auf Deutsch bedeutet das: "Meine Regierung hat das getan."
Quelle: Hussein Malla/AP/dpa

Die Libanesen haben kein Vertrauen mehr in ihre Politiker. Normalerweise würden erst in zwei Jahren, also 2022, die nächsten Wahlen stattfinden. Nun soll es aber schon früher Neuwahlen geben. Am Montag gab die Regierung ihren Rücktritt bekannt. Das hilft aber gerade wohl nicht dabei, die Menschen zu beruhigen. Sie wollen, dass sich endlich etwas ändert.

Hilfe für den Libanon

Und das sehen auch die Politiker vieler Länder so. Am Wochenende fand eine Videokonferenz statt, in der die Regierungschefs vieler Länder darüber beraten haben, wie man den Menschen im Libanon helfen kann. Und zwar kurzfristig bei der Versorgung der Menschen nach der heftigen Explosion in Beirut. Aber auch längerfristig.

Der Libanon ist nach der Katastrophe in Beirut dringend auf Spenden angewiesen. Frankreich hat nun eine Geberkonferenz organisiert. Spanien, 09.08.2020.
Bei der Videokonferenz wurde viel Geld für den Libanon gesammelt.
Quelle: dpa

Viele Länder sind bereit dem Libanon zu helfen, darunter auch Frankreich und Deutschland. Bei der Konferenz kamen rund 253 Millionen Euro zusammen.  Damit sollen zunächst die am stärksten von dem Unglück betroffenen Menschen in Beirut mit dem Notwendigsten versorgt werden: also mit Unterkünften, medizinischer Hilfe, Wasser und Nahrung.

Außerdem soll es ein längerfristiges Rettungspaket für den Libanon geben. Daran sind aber bestimmte Bedingungen geknüpft. So soll genau festgelegt und immer wieder überprüft werden, wofür das Geld ausgegeben wird.

Denn im Libanon gibt es viel Korruption und Machtmissbrauch. Damit ist gemeint, dass sich viele Politiker nicht so sehr um ihr Land und die Menschen kümmern, sondern vor allem darum, dass sie Macht und Einfluss haben. Außerdem stecken sie sich viel Geld in die eigenen Taschen.  Deshalb wollen die Länder nur Geld geben, wenn sich an der Politik im Libanon etwas ändert. Die Hilfen sollen vor allem bei denen landen, die arm sind und Hilfe dringend benötigen.

logo! - Die Proteste im Libanon  

Warum dort zur Zeit so viele Menschen auf die Straße gehen.

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