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Kulturschaffende in der Coronakrise

Künstlerinnen und Künstler haben es in der Coronakrise besonders schwer. Denn sie können nicht auftreten und verdienen kein Geld. Was sie von der Politik fordern und wie der deutsche Staat sie während Corona unterstützt, erklären wir euch hier.

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Ab kommendem Montag, also dem 2. November, gelten wegen der vielen Ansteckungen mit dem Coronavirus wieder strengere Regeln in Deutschland. Dann müssen viele öffentliche Einrichtungen, in denen normalerweise viele Menschen zusammenkommen, wieder schließen. Theater, Museen, Restaurants und viele Weitere machen ihre Türen, wie schon einmal im Frühling, dicht.

In Deutschland haben viele Menschen wegen Corona in den vergangenen Monaten ihre Jobs verloren. Wegen der strengeren Regeln werden auch in den nächsten Wochen viele Menschen nicht mehr so arbeiten können, wie sie es sonst tun. Denn durch die Coronakrise haben viele Firmen gerade weniger Geld. Sie wollen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aber natürlich nicht entlassen. Deswegen schicken viele Unternehmen ihre Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Kurzarbeit.

Kurzarbeit ist nicht für alle eine Lösung

Aber nicht für alle Menschen ist Kurzarbeit eine Lösung. Viele Leute müssen trotzdem weiter um ihre Jobs bangen. Vor allem die, die zum Beispiel ein eigenes Café oder Restaurant haben oder bei Veranstaltungen und Konzerten auf oder hinter der Bühne arbeiten - also zum Beispiel Sänger und Sängerinnen, Schauspieler und Schauspielerinnen, Musiker und Musikerinnen oder Fotografinnen und Fotografen. Sie werden auch Kulturschaffende genannt. Wegen Corona können sie gerade nicht so arbeiten wie sonst, denn ab Montag dürfen keine Konzerte, Veranstaltungen oder Ausstellungen mehr stattfinden. Aber warum ihre Situation so schwierig ist und die strengeren Corona-Regeln sie besonders treffen, das erklären wir euch hier.

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Das Problem mit der Kultur während Corona
 

Warum die Corona-Regeln ein Problem für Kulturschaffende sind.

Videolänge
1 min

Restaurants, Cafés und Bars dürfen ab Montag noch Essen und Getränke ausliefern oder zur Selbstabholung anbieten. So können sie immerhin noch ein bisschen Geld verdienen. Kulturschaffende haben es aber besonders schwer. Denn sie haben bis mindestens Ende November keine Möglichkeit, ihr eigenes Geld zu verdienen. Viele Kulturschaffende haben deshalb eine finanzielle Unterstützung vom Staat gefordert. Tatsächlich will der Staat auch einen Teil ihres Geldes erstatten. Trotzdem wird dieses Geld auf Dauer nicht ausreichen.

Hunderte Personen haben sich am Königsplatz in München zu einer Demonstration versammelt. Unter dem Motto "Aufstehen für die Kultur" erinnern Künstler an die schwierigen Lebenssituationen, die aus der Coronakrise für viele Kulturschaffende entstanden sind.
Unter dem Motto "Aufstehen für Kultur" machen viele Künstlerinnen und Künstler auf ihre schwierige Situation in der Coronakrise aufmerksam.
Quelle: dpa

Unterstützung vom Staat

Der deutsche Staat hat schon vielen Firmen und auch Künstlerinnen und Künstlern während Corona finanziell unter die Arme gegriffen, wie zum Beispiel mit der Kurzarbeit. Denn viele von ihnen würden ansonsten pleitegehen. Das will der Staat verhindern, damit Deutschland auf lange Sicht keine wirtschaftlichen Schäden davonträgt. Aber trotzdem reicht das Geld vom Staat nicht aus, um alle Firmen und Kulturschaffenden dauerhaft zu unterstützen. Das Problem: der Staat kann nicht für das gesamte Geld aufkommen, was viele Firmen und Kulturschaffende wegen Corona gerade nicht verdienen können. Denn ansonsten würde der Staat selbst pleitegehen und Deutschland hat durch die Coronakrise ohnehin schon mit Schulden zu kämpfen.

Diesen Text hat Lisa geschrieben.

Hier könnt ihr noch mehr zu Corona und den Regeln nachlesen:

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