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Klares "Ja" für einen eigenen Kurdenstaat

Kurden im Irak stimmten über ihre Unabhängigkeit ab. Fast alle wollen einen eigenen Kurdenstaat im Irak.

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In dem Land Irak in Asien gab es diese Woche eine Abstimmung. Bei dieser Abstimmung ging es darum, dass ein Teil der irakischen Bevölkerung nicht mehr zum Irak gehören möchte, sondern ihr eigenes Land gründen will. Es geht um die Bevölkerungsgruppe der Kurden. Im Irak leben sie vor allem im Norden des Landes.

Kurden stimmen über Unabhängigkeit im Irak ab
Dieses Mädchen hält eine kurdische Flagge in die Höhe. Nach der Abstimmung für einen eigenen Staat, feiern viele Kurden im Irak. Quelle: dpa

Kurden haben eine eigene Kultur und mehrere eigene Sprachen. Aber sie haben kein eigenes Land. Auf der ganzen Welt gibt es etwa 20 bis 40 Millionen Kurden, die in verschiedenen Ländern leben: vor allem in der Türkei, im Iran und im Irak. Oft dürfen Kurden in diesen Ländern jedoch nicht so leben, wie sie möchten. Sie dürfen zum Beispiel nicht immer und überall ihre traditionelle Kleidung tragen oder ihre eigene Sprache sprechen. Deshalb fühlen sich viele Kurden unterdrückt.

Die irakische Regierung hat das Sagen

Im Irak gibt es seit fast 50 Jahren ein Gebiet, in dem vor allem Kurden leben und in dem sie vieles selbst bestimmen dürfen. Doch bei wichtigen Entscheidungen hat die Regierung in der irakischen Hauptstadt Bagdad das Sagen. Viele Kurden wollen das ändern und setzen sich dafür ein, dass es einen eigenen Staat für Kurden gibt.

Streit um Abstimmung

Bei der Abstimmung im Irak diese Woche haben fast alle Kurden, die mitgemacht haben, für einen eigenen Staat gestimmt. Die irakische Regierung will die Wahl aber nicht anerkennen. Sie möchte nicht, dass sich der Irak in zwei Länder spaltet. Außerdem hat ein Gericht entschieden, dass eine Spaltung des Landes nicht erlaubt ist. In der Verfassung des Iraks, also den wichtigsten Regeln des Landes, steht, dass kein Gebiet vom Irak getrennt werden darf. Und diese Verfassung haben die Kurden vor einigen Jahren unterschrieben und damit anerkannt.

Reden statt Gewalt?

Die irakische Regierung hat mit Strafen auf die Abstimmung reagiert: Es sollen zum Beispiel keine Flugzeuge mehr in das Kurden-Gebiet fliegen. Viele fürchten außerdem, dass es nun zu Gewalt zwischen Kurden und Anhängern der irakischen Regierung kommen könnte. Doch der Chef der Kurden ist der Meinung, dass die irakische Regierung und die Kurden jetzt erst einmal miteinander reden sollten.

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