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Schweiz

Das Nachbarland Deutschlands hat viele Berge. Dort werden vier Sprachen gesprochen und es gibt so einige Leckereien.

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Die Schweiz ist ein gebirgiges Land mitten in Europa. Es grenzt an fünf andere Länder: Im Norden an Deutschland, im Osten an Österreich und Lichtenstein, im Süden an Italien und im Westen an Frankreich.

Man sieht die Altstadt von Bern und den Fluss Aare.
Blick auf die Altstadt von Bern mit dem Fluss Aare.
Quelle: colourbox.de

In dem Land leben etwas mehr als 8,5 Millionen Menschen. Die Schweiz ist im Vergleich zu Deutschland ein relativ kleines Land. Es ist etwa 41.000 Quadratkilometer groß. Eine richtige Hauptstadt hat die Schweiz nicht. Denn bei der Gründung des Landes gab es große Diskussionen darüber, ob die Schweiz überhaupt eine Hauptstadt haben soll und welche Stadt das sein soll. Die Regierung der Schweiz sitzt in Bern. Weitere große Städte sind Zürich, Genf, Basel und Lausanne. Die meisten Einwohner wohnen in den Städten.

Kantone statt Bundesländer

Die Schweiz ist ein demokratischer Staat. Das bedeutet, die Bewohner entscheiden unabhängig und frei darüber, wer sie regieren soll. Im Unterschied zu Deutschland dürfen die Schweizer sogar über einzelne Gesetze abstimmen und Änderungen vorschlagen.

Statt Bundesländer hat die Schweiz 26 Kantone. Die Bewohner dieser insgesamt 26 Teilstaaten wählen jeweils eigene Politiker. Jedes Kanton hat also eine eigene Regierung, eigene Parlamente und Gerichte. Die einzelnen Kantone können deshalb vieles selbst bestimmen, zum Beispiel wenn es um Bildung, Steuern oder Religion geht.

Ein Mann im Sonnenaufgang vor Schweizer Alpenpanorama.
Ein Mann beobachtet den Sonnenaufgang in den Schweizer Alpen.
Quelle: ap/ keystone/ anthony anex

Die Kantone haben aber noch eine weitere Besonderheit: Dort werden unterschiedliche Sprachen gesprochen. Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch sind die vier offiziellen Sprachen der Schweiz. Nicht alle Schweizer und Schweizerinnen sprechen aber gleichzeitig alle vier Sprachen. Es kommt darauf an, in welchem Kanton jemand lebt. So kann man in der Schweiz von Dorf zu Dorf ganz unterschiedlich begrüßt werden. Im deutschsprachigen Norden und Osten sagt man auf Schweizerdeutsch "Grüezi", im Süden in der Nähe von Italien grüßt man sich mit dem italienischen "Buon Giorno" und im Westen der Schweiz bei Frankreich ruft man sich "Bonjour" zu. In einem kleinen Gebiet im Südosten begrüßt man sich mit "Bein di", was Rätoromanisch ist. Diese Sprache wird nur noch von wenigen Menschen gesprochen und ist eine Art Mischung aus Italienisch und Französisch.

Grünes Land mit Seen und Bergen

Die Landschaft der Schweiz ist sehr grün und abwechslungsreich. Es gibt viele Flüsse, Berge, Wälder und Seen. Zwei bekannte Seen sind der Zürichsee und der Genfer See an der Grenze zu Frankreich, er ist der größte See der Schweiz. Den größten Teil des Landes bilden die Alpen. Hier liegt unter anderem das berühmte Matterhorn. Im Sommer kann man in den Bergen gut Wandern und im Winter die verschneiten Pisten der vielen Skigebiete hinuntersausen. Der höchste Berg des Landes ist mit 4.634 Metern die Dufourspitze. Dort oben wird es in den Wintermonaten sehr kalt – bis zu -20 Grad Celsius.

Ein Murmeltier steht aufrecht in den Alpen.
Ein Murmeltier pfeift laut.
Quelle: dpa/ daniel naupold

In den Bergen findet man viele Gräser und seltene Alpenblumen, wie den blauen Enzian oder das Edelweiß. Mit ein bisschen Glück können Wanderer in den Schweizer Bergen auch Alpentiere beobachten: In den steilen Felsen klettern Steinböcke herum und vielleicht streckt auch mal ein Murmeltier seinen Kopf aus dem Bau. Die scheuen Nager bekommt man allerdings selten zu Gesicht. Viel besser kann man sie dagegen hören. Denn Murmeltiere verständigen sich untereinander mit schrillen Pfiffen.

Berühmt für Uhren und Leckerbissen

Besonders berühmt ist die Schweiz für ihre Leckerbissen: Käse und Schokolade. Denn in den Bergen gibt es einige Bauern, die Ziegen oder Kühe halten. Aus der Milch wird Käse hergestellt und mit den Bergkräutern aus der Region verfeinert. Das Land hat auch eine große Tradition in der Schokoladenherstellung. Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurden zahlreiche Schokoladenfabriken gegründet, die auch heute noch Schokolade in die ganze Welt verkaufen.

Verschiedene Käsestücke liegen auf einem Tisch.
In der Schweiz gibt es sogar einen Wettbewerb für den besten Käse.
Quelle: reuters/ denis balibouse

Neben den schmackhaften Köstlichkeiten sind auch die Schweizer Uhren weltweit beliebt. Sie gelten als besonders robust und hochwertig. So war die erste Uhr auf dem Mond auch eine Schweizer Uhr. Der amerikanische Astronaut Buzz Aldrin kletterte kurz nach Neil Armstrong am 21. Juli 1969 mit einem Schweizer Uhren-Modell am Handgelenk aus der Raumfähre. Und weil die Schweizer so gute Uhren bauen, gibt es sogar eine Redensart: "Jemand ist zuverlässig wie ein Schweizer Uhrwerk".

Bekannt ist die Schweiz auch für ihre Unabhängigkeit. In beiden Weltkriegen hat sie sich als einziges Land Europas aus allen Kämpfen herausgehalten. Auch heute ist es den Schweizern wichtig, neutral gegenüber anderen Staaten zu sein. So verzichten die Politiker des Landes bewusst auf einen Beitritt in die Europäische Union. Deshalb kann man in der Schweiz auch nicht mit Euro bezahlen. Wer hier etwas einkauft, bezahlt mit Schweizer Franken.

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