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Kritik an der Leichtathletik-WM

Kaum Zuschauer im Stadion, die Stimmung ist mau und die Sportlerinnen und Sportler leiden unter der großen Hitze.

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Noch bis Sonntag geht es bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in dem Wüstenstaat Katar um Medaillen. Sportlerinnen und Sportler haben lange auf dieses große Ereignis hintrainiert, um dort ihre beste Leistung zu zeigen. Am liebsten wollen sie dies natürlich vor jubelden Fans tun. Doch die Wettkämpfe in dem Stadion von Doha finden vor ziemlich leeren Rängen statt. Besonders in den ersten Tagen der WM waren nur wenige Sportfans im Stadion.

Leere Sitze im Khalifa Stadion in Doha
Leere Sitze im Khalifa Stadion in Doha
Quelle: reuters/Ibraheem al Omari

Beim 100-Meter-Finale der Frauen, normalerweise ein Höhepunkt der WM, waren zum Beispiel nur ungefähr 3.000 Zuschauer im Stadion. Viele Sportlerinenn und Sportler bedauern, dass sich nur so wenige Menschen in Katar für die Wettkämpfe interessieren:

Hitze macht Sportlern zu schaffen

Leichtathletik WM in Katar - Marathon Ruth Chepngetich
Die Sportlerinnnen kamen beim Marathon an ihre Grenzen.
Quelle: reuters

Dazu kommt eine enorme Hitze: Um die 40 Grad sind es außerhalb des Stadions. Der Frauen-Marathon beispielsweise wurde wegen dieser Hitze nachts ausgetragen. Trotzdem machten die Temperaturen vielen Sportlerinnen so stark zu schaffen, dass sie aufgeben und von Ärzten behandelt werden mussten. Im Anschluss an das Rennen gab es viel Kritik. Viele Athletinnen sagten sehr deutlich, dass die Bedingungen nicht fair waren und das Rennen hätte nicht stattfinden dürfen. Einige sprachen sogar davon, dass eine große gesundheitliche Gefahr für die Sportlerinnen bestanden habe.

Schlechte Arbeitsbedingungen

Es gibt noch mehr Kritik an der Weltmeisterschaft in Doha: Viele Arbeiter sind aus ärmeren Ländern nach Katar gekommen. Sie haben geholfen, das Stadion zu bauen. Viele von ihnen sind dabei wohl nicht gut behandelt worden. Sie hatten keine richtigen Unterkünfte, wurden nicht richtig bezahlt und mussten gefährliche Arbeiten ausführen. Es sollen sogar Arbeiter gestorben sein.

Viele Kritikerinnen und Kritiker sind der Meinung, die WM hätte niemals nach Katar vergeben werden dürfen. Denn dass es Probleme bei der Einhaltung von Menschenrechten gibt, ist bekannt. Auch dass dort zu dieser Jahreszeit so hohe Temperaturen herrschen, war klar. Und selbst, dass es in Katar nicht so viele sportbegeisterte Menschen gibt, die im Stadion für Stimmung sorgen würden, wusste man schon vorher. Doch warum wurde dann entschieden, die Weltmeisterschaften in Katar zu machen? Das erklärt euch logo!:

ZDFtivi | logo! - Vergabe der Leichtathletik-WM

Warum wurde die WM eigentlich an Katar vergeben?

Videolänge:
1 min

7 spannende Zahlen zur Leichtathletik-WM

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