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So soll eure Jeans fairer werden

Auch wenn euch eure Jeans bisher nie Probleme gemacht hat - sie ist oft ziemlich unfair. Warum und was ein neues Gesetz daran ändern soll, erfahrt ihr hier!

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An der Jeans in eurem Kleiderschrank haben sehr viele Menschen auf der ganzen Welt mitgearbeitet. Zum Beispiel haben vielleicht in Kasachstan Arbeiterinnen und Arbeiter Baumwolle dafür gepflückt, in der Türkei sponnen dann Menschen Garn aus der Baumwolle und in China wurde dieses Garn gefärbt. Dann haben Frauen und Männer in Polen Jeansstoff aus dem Garn gewoben und in Bangladesch wurde dann die Jeans aus dem Stoff genäht. Das nennt man eine Lieferkette.

Bis die Jeans bei euch im Laden gelandet ist, ist sie wahrscheinlich schon mehr in der Welt herumgekommen als ihr. Doch das Problem: Sehr oft arbeiten auch Kinder auf den Baumwollplantagen oder an den Nähmaschinen. Und auch die Erwachsenen verdienen oft so wenig, dass sie davon kaum leben können. Viele müssen auch mit gefährlichen Chemikalien arbeiten, die sie krank machen können und bekommen nicht mal gute Schutzkleidung.

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In Indien müssen Kinder oft in Fabriken arbeiten.

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Wieso viele Firmen nichts dagegen tun

Viele Modefirmen sagen: "Wir können doch nichts dafür, dass die Firma, bei der wir die Baumwolle einkaufen, Kinder arbeiten lässt. Und wieviel Geld die Näherei ihren Mitarbeitern bezahlt, das wissen wir nicht. Das ist ja auch nicht unsere Sache - wir kaufen der Näherei ja nur die Jeans ab, die wir bei ihr bestellt haben. Wie sie diese Jeans herstellt, ist doch nicht unser Ding!"

Was sich nun ändern soll

Die Bundesregierung will solche Ausreden nicht mehr gelten lassen. Mit dem sogenannten "Lieferkettengesetz" sollen große deutsche Firmen nun doch auch dafür verantwortlich sein, wenn Kinder an ihren Produkten mitgearbeitet haben oder Menschen bei der Produktion schlecht behandelt wurden. Sie müssen also sicherstellen, dass die Menschenrechte eingehalten werden - auch bei den ausländischen Firmen, mit denen sie zusammenarbeiten.

Was passiert, wenn sie sich nicht dran halten

Wenn zum Beispiel in einer Näherei dann doch Kinder an der Nähmaschine sitzen, müssen die deutschen Modefirmen Strafe zahlen. Das neue Gesetz der Bundesregierung muss nun noch von den Politikern und Politikerinnen im Bundestag und Bundesrat beschlossen werden. Dann soll es wohl ab 2023 für große deutsche Firmen gelten.

Was am Gesetz kritisiert wird

Einige Firmen sind gegen das neue Gesetz und sagen, dass der Aufwand zu groß ist. Es sei zu kompliziert wirklich herauszufinden, ob die ausländischen Firmen gegen die Menschenrechte verstoßen. Und gerade für nicht so große und mächtige Firmen, wäre der Nachweis zu viel Arbeit und zu teuer.

Andere Gruppen kritisieren hingegen, dass die Regeln noch zu lasch sind. So kann es beispielsweise passieren, dass eine große deutsche Modefirma Strafe zahlen muss, wenn ein Kind für unglaublich wenig Geld 14 Stunden am Tag für die Firma in Bangladesch Jeans genäht hat - das Kind selbst kann aber nicht in Deutschland vor Gericht die Modefirma verklagen und dafür sorgen, dass es von der Firma Geld bekommt, um die Ausbeutung wieder gut zu machen. Außerdem finden einige es nicht gut, dass das Gesetz eigentlich nur für die letzte Station eines Produkts gilt. Das heißt, deutsche Firmen müssen nur die letzte Firma in der Lieferkette prüfen, nicht die vielen Firmen, die davor an dem Produkt gearbeitet haben.

Diesen Text hat Linda geschrieben.

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