Sie sind hier:

Wo sind Frauen und Mädchen in der Sprache?

Seid ihr logo!-Zuschauer? Oder Zuschauer und Zuschauerinnen? ZuschauerInnen oder Zuschauer*innen? Wie wir mit Sprache umgehen und welchen Einfluss Sprache auf unser Denken haben kann, darüber wird viel diskutiert.

Datum:

Ob im Fernsehen, in der Schule oder im Alltag mit Familie und Freunden - oft sagen wir einfach: Zuschauer, Schüler, Musiker. Häufig wird also nur die männliche Form verwendet. Viele meinen: Das ist nicht in Ordnung. Denn meistens sind ja nicht nur Jungs und Männer gemeint, sondern auch Mädchen und Frauen. Und das müsste auch in der Sprache deutlicher werden.

Frau hält sich eine Hand ans Ohr
Häufig wird nur die männliche Form verwendet. Quelle: colourbox

Warum ist es wichtig, sprachlich genau zu sein?

Wenn immer nur von Schülern, Zuschauern und so weiter gesprochen wird, könnten sich Mädchen und Frauen ausgeschlossen fühlen. Das ist natürlich unhöflich. Aber das ist nicht das einzige Problem. Denn die Art und Weise, in der wir Sprache verwenden, beeinflusst auch, wie wir denken und was wir uns vorstellen.

Zum Beispiel wenn es um Berufe geht. Wenn die Rede von Piloten, Architekten und Computerexperten ist, stellen wir uns in der Regel Männer vor. Dabei gibt es ja auch Pilotinnen, Architektinnen und Computerexpertinnen. Weil sie in der Sprache kaum auftauchen, kommen manche Mädchen jedoch gar nicht auf die Idee, dass dieser Beruf für sie infrage kommen könnte. Umgekehrt gibt es natürlich nicht nur Krankenschwestern, sondern auch Krankenpfleger. Es gibt nicht nur Erzieherinnen, sondern auch Erzieher. Und Jungs haben in diesen Fällen das gleiche Problem: Sie denken oft nicht daran, dass diese Berufe für sie interessant sein könnten.

Was ist die Lösung?

Eine Möglichkeit ist natürlich, immer beide Formen zu nennen oder zu schreiben. Also Schüler und Schülerinnen, Zuschauer und Zuschauerinnen, Piloten und Pilotinnen, Erzieher und Erzieherinnen und so weiter. Das dauert natürlich etwas länger. Deshalb werden manchmal Wörter gebildet, in denen die männliche und die weibliche Form enthalten ist. Einige davon habt ihr bestimmt schon einmal gesehen, zum Beispiel SchülerInnen, Schüler/innen oder Schüler*innen. Manche versuchen sogar, so zu sprechen - dann machen sie meistens eine kleine Pause vor dem "innen".

Auch wir bei logo! wollen in Zukunft noch mehr darauf achten, nicht nur die männliche Form zu verwenden.

Die Website verwendet Cookies, um Ihnen ein bestmögliches Angebot zu präsentieren. Nähere Informationen und die Möglichkeit, die Verwendung von Cookies einzuschränken finden Sie hier.

Gemerkt auf "Mein ZDFtivi" Nicht mehr gemerkt Mag ich Mag ich nicht mehr Gemerkt auf "Mein ZDFtivi" Nicht mehr gemerkt Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert

Du bist dabei, den Kinderbereich zu verlassen. Möchtest du das wirklich?

Wenn du den Kinderbereich verlässt, bewegst du dich mit dem Profil deiner Eltern in der Mediathek!