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Malaysia schickt Müll zurück

Aus Ländern auf der ganzen Welt wird immer mehr Müll ohne Erlaubnis nach Malaysia geschickt. Nun wehrt sich das Land und schickt den Müll einfach wieder zurück.

Rund 3.000 Tonnen Müll schickt Malaysia an die Länder zurück, aus denen er gekommen ist. Der Müll ist aus anderen Ländern nach Malaysia gesendet worden, um dort entsorgt oder recycelt zu werden. Das geschieht oft ohne Erlaubnis. Für das Land Malaysia wird der Müll mehr und mehr zum Problem. Die Umweltministerin Yeo Bee Yin machte klar: "Malaysia wird nicht die Müllhalde der Welt sein." Aber warum ist der Müll eigentlich in Malaysia?

Frau steht vor Müll-Container, Kuala Lumpur, 28.05.2019
Malaysia wird viel Abfall zurück in die Länder schicken, aus dem er gekommen ist.
Quelle: dpa

Abfall unsortiert und nicht wiederverwertbar

Viele reiche Länder vor allem aus Europa und Nordamerika schicken schon lange Plastikmüll nach Asien, damit er recycelt wird. Das alte Plastik soll also wiederverwendet werden. Das kostet in Asien viel weniger Geld, als in Europa oder Nordamerika. Aber mit dem Müll gibt es oft Probleme. Zum einen ist es oft nicht nur Plastik, sondern unsortierter Abfall, der gar nicht wiederverwendet werden kann. Zum anderen wird auch das sortierte Plastik oft nicht recycelt. Stattdessen landet er im Meer oder auf Mülldeponien.

Was mit dem Müll passiert ist vielen egal

In Malaysia gibt es mittlerweile sehr viele illegale Mülldeponien. Es wird also Müll an Plätzen gelagert, wo es eigentlich verboten ist. Umweltschützer kritisieren das. Sie sagen, den reichen Ländern gehe es oft nur darum, den Müll günstig loszuwerden und es interessiere sie nicht, was anschließend damit passiert. Politiker in Malaysia wollen nun ein Zeichen setzen und schicken deshalb eine große Menge Müll dahin zurück, wo er herkam - nach Australien, Saudi-Arabien, Bangladesch, China, Japan, in die USA und nach Kanada. So will Malaysia ein Zeichen gegen die Mülllieferungen setzen.

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