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Spektakuläre Landung des Marsroboters Insight

Landung geglückt! Der Roboter Insight ist auf dem Planeten Mars gelandet. Zwei Jahre lang soll er den Mars erforschen. Dazu hat er auch ein wichtiges Forschungsinstrument aus Deutschland an Bord: eine Art "Maulwurf".

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Mehr als sechs Monate lang war der Roboter der amerikanischen Weltraumagentur NASA unterwegs und legte dabei rund 485 Millionen Kilometer zurück. Ob die Landung klappen würde, war keineswegs sicher, denn so ein Landemanöver ist unglaublich kompliziert.

Jubel im Kontrollzentrum: Mars-Sonde "InSight" erfolgreich gelandet
Jubel im Kontrollzentrum: "Insight" erfolgreich gelandet
Quelle: AP

Zum Beispiel bestand die Gefahr, dass der Roboter beim Eintauchen in die Marsatmosphäre verglühen könnte. Außerdem musste er in nur sechs Minuten von fast 20.000 Kilometern pro Stunde auf Null abbremsen – mithilfe von Bremsraketen und einem Fallschirm. Als klar war, dass Insight am Montagabend heil gelandet war, brach unter den Wissenschaftlern im Kontrollzentrum in den USA großer Jubel aus. Kurz nach der Landung schickte der Roboter ein erstes Foto, auf dem ein Stück der Marsoberfläche zu sehen ist.

Nasa-Roboter "InSight" landet auf dem Mars
Insight schickt erste Bilder.
Quelle: nasa/AP/dpa

Was soll die Marssonde erforschen?

Der Mars ist für Wissenschaftler besonders interessant. Denn er ist nicht nur der Nachbarplanet der Erde, sondern ist ihr auch ziemlich ähnlich. Der Roboter Insight soll in den nächsten zwei Jahren mehr über unseren Nachbarplaneten herausfinden. Er soll also neue Einblicke geben - so kann man übrigens auch das englische Wort "insight" übersetzen. Insight hat auch Werkzeuge aus Deutschland dabei: ein Bohrgerät, auch Maulwurf genannt, das in Deutschland entwickelt wurde. Mit seiner Hilfe soll zum ersten Mal ein bis zu fünf Meter tiefes Loch in die Marsoberfläche gebohrt werden. So soll dort die innere Temperatur gemessen werden. Ein Seismometer soll außerdem Erschütterungen auf dem Mars messen. Die Forscher hoffen, dadurch besser zu verstehen, wie der Mars und die anderen Planeten, also auch die Erde, entstanden sind.

Marssonde
Der "Maulwurf" soll die Mars-Temperatur messen.
Quelle: ZDF

Irgendwann mal Menschen auf dem Mars?

Schon lange vermuten die Wissenschaftler, dass es einmal flüssiges Wasser auf der Oberfläche des Mars gegeben hat. Wasser ist die Voraussetzung für Leben, wie wir es kennen. Deshalb wird weiter geforscht, ob es auf dem Mars einmal Leben gegeben hat – keine Außerirdischen wie im Film, aber winzig kleine Lebewesen. Die erfolgreiche Landung von Insight könnte die Wissenschaftler außerdem dem Ziel näherbringen, irgendwann eine bemannte Rakete, also eine Rakete mit Astronauten an Bord, zum Mars zu schicken. Wann und ob das wirklich klappen kann, ist aber noch nicht sicher. Manche träumen sogar davon, dass irgendwann Menschen dauerhaft auf dem Mars leben können. Dafür muss allerdings noch viel über den Mars geforscht werden.

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