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Was Masken mit unserer Mimik machen

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Guckst du gerade traurig oder wütend? Ich kann es mit Maske gar nicht so genau erkennen. Durch den Mund-und-Nasenschutz ist die Hälfte unseres Gesichts bedeckt, und dadurch können wir den Gesichtsausdruck der anderen nicht mehr so einfach deuten.

Ob wir zum Beispiel glücklich, traurig, wütend oder überrascht sind, zeigt sich vor allem in unserem Gesicht. Diese Veränderung des Gesichtsausdrucks nennt man auch Mimik. Und da bewegen sich im Gesicht die Stirn, die Augenbrauen, die Nase und der Mund. Durch die Maske fehlt aber die Hälfte des Gesichts - und das macht es schwieriger, Gesichtsausdrücke zu erkennen.

Warum ist Mimik wichtig?

Gesichtsausdrücke zu erkennen, ist überall auf der Welt für Menschen wichtig - und das schon seit der Steinzeit. Denn wir Menschen scannen ständig unsere Umgebung darauf, ob Gefahr droht. Wir checken dann, ob die Menschen, denen wir begegnen, es gut oder schlecht mit uns meinen. In der Steinzeit haben sich die Menschen gefragt: Ist der oder die andere Freund oder Feind – da ging es auch ums Überleben. Um das herauszufinden, ist das Gesicht das Wichtigste. Das verrät nämlich, wie sich der andere fühlt: Ist er wütend, wenn er mich sieht, oder freut er sich?

Was passiert, wenn die Mimik fehlt?

Durch die Masken, die wir an vielen Orten im Alltag  jetzt tragen müssen, ist es schwieriger geworden, Gesichtsausdrücke zu erkennen. Das kennt man auch schon von Gesprächen mit Menschen, die eine Sonnenbrille tragen. Da erkennt man die Mimik auch nicht immer so gut. Wenn man nicht weiß, was der andere eigentlich meint, kann einen das unsicher machen.
In unseren täglichen Kontakten - zum Beispiel an der Kasse im Supermarkt oder auf dem Schulhof - ist das Lächeln ganz wichtig. Damit können wir einen ersten Kontakt zu fremden Menschen aufnehmen, und ein Lächeln zeigt, dass man freundlich ist. Wenn das fehlt, kann es dazu führen, dass man sich einsamer fühlt, sagt Körpersprachen-Experte Dirk Eilert.

Was kann man dagegen tun?

Es ist wichtig, dass man trotz Maske erkennt, was andere Menschen eigentlich meinen. Dafür hat Dirk Eilert einige Tipps:

  1. Zieht eure Maske an und schaut in den Spiegel. Wenn ihr dann verschiedene Gesichtsausdrücke macht, erkennt ihr, was andere sehen können. Checkt mal, wie ihr mit Maske ausseht, wenn ihr traurig, angeekelt, überrascht oder glücklich seid. Das hilft euch, es auch bei anderen Menschen zu erkennen.
  2. Wenn ihr mit anderen sprecht, die eine Maske haben, könnt ihr mehr auf die Augen und Augenbrauen achten. Die bewegen sich nämlich auch immer, wenn sich die Mimik eines Menschen verändert. Schaut mal genau hin: gehen die Augenbrauen zusammen, gehen sie an den Innenseiten hoch, heben sich nur die Außenseiten oder heben sie sich komplett?
  3. Verlasst euch nicht immer nur auf eure Mimik. Vielleicht erkennt der oder die andere nicht genau, was ihr meint. Deshalb ist es wichtig, zu sagen, was man denkt oder fühlt.

Wie ist das für Gehörlose?

Wenn man sprechen und hören kann, können Missverständnisse schnell geklärt werden, weil man miteinander reden kann. Aber es gibt auch Menschen, die gehörlos sind. Für sie macht es die Maske noch schwieriger, überhaupt zu verstehen, worüber eigentlich gesprochen wird, weil sie normalerweise auch von den Lippenbewegungen ablesen können, was gesagt wird. Wenn die Maske den Mund verdeckt, ist das nicht mehr möglich.

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Maske vor dem Mund - Lippenlesen unmöglich
 

Der Mund-Nasen-Schutz kann besonders für Gehörlose ein Problem sein.

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