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Mehr Unfälle mit dem Fahrrad

In Deutschland sind immer mehr Menschen mit Fahrrädern unterwegs. Gleichzeitig wird das Fahrradfahren auf den deutschen Straßen immer gefährlicher. logo! zeigt, welche Gefahren es für Fahrradfahrer gibt.

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Draußen wird es wärmer und in der Natur wird es langsam grün - für viele ist das die Zeit, die Fahrräder wieder aus dem Schuppen oder dem Keller zu holen und sie fit zu machen. Oder aber ein neues zu kaufen, wenn das alte Rad zum Beispiel zu klein geworden ist. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland 4,2 Millionen Fahrräder verkauft. Das sind im Vergleich zu den Vorjahren ziemlich viele. Darunter waren auch viele Elektroräder. Es gibt also immer mehr Fahrräder, die auf den Straßen gemeinsam mit Autos und Lastwagen unterwegs sind. Für Fahrradfahrer kann das zu gefährlichen Situationen führen.

382 Radfahrer kamen 2017 im Straßenverkehr ums Leben.
Nicht überall gibt es gut ausgebaute Wege für Fahrradfahrer.
Quelle: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Fahrradfahren wird in Deutschland immer gefährlicher - zumindest sagen das die Zahlen. Denn im Jahr 2018 sind mehr Menschen bei einem Fahrradunfall gestorben als im Jahr davor. Experten sagen, dass das zum einen mit dem langen Sommer zu tun hatte, denn bei gutem Wetter fahren die Leute mehr Fahrrad als bei Kälte oder Regen.

Die größten Gefahren für Radfahrer sind:

  • Autos: Die meisten Unfälle zwischen Fahrrad und Auto passieren auf Kreuzungen: wenn zum Beispiel ein Fahrradfahrer oder eine Fahradfahrerin weiter geradeaus fährt und ein Auto oder Lkw abbiegen will.
  • Lastwagen: Immer wieder werden Fahrradfahrer oder Fahradfahrerinnen von Lkw-Fahrern übersehen. Deswegen sollen neue Lastwagen in Zukunft immer einen sogenannten Abbiegeassistenten eingebaut bekommen.
  • Fehlende oder schlechte Fahrradwege: Nicht überall gibt es extra eingezeichnete, breite und gut ausgebaute Fahrradwege. Oft sind die Fahrradwege nicht gut einsehbar oder von parkenden Autos zugestellt.
  • Andere Radfahrer: Wenn Radfahrer rücksichtslos fahren, keinen Abstand halten, auf Radwegen in der falschen Richtung fahren oder im Dunkeln ohne Licht unterwegs sind, sind sie eine Gefahr für andere Radfahrer.
  • Elektroräder: Die Fahrräder haben einen kleinen Motor und sind besonders bei älteren Leuten beliebt. Mit ihnen geht einem nicht so schnell die Puste aus. Doch viele beherrschen diese Fahrräder nicht, sind aber trotzdem mit Hilfe des Motors ziemlich schnell unterwegs. So kommt es zu immer mehr Unfällen mit Elektrorädern.

Jetzt sollen auch bald Elektroroller in Deutschland erlaubt werden. Je nachdem wie schnell die fahren können, sollen die Elektroroller dann auf Gehwegen, Radwegen oder auf der Straße unterwegs sein. Experten befürchten, dass es dann zu noch mehr Unfällen kommen könnte.

Ein weiteres großes Problem ist, dass nach wie vor noch nicht mal die Hälfte der Fahrradfahrer und Fahrradfahrerinnen überhaupt einen Helm tragen. Bei den 17-30-Jährigen tragen sogar nur acht Prozent beim Fahrradfahren einen Helm.

Wie sicher fühlt ihr euch mit dem Fahrrad im Straßenverkehr? Tragt ihr einen Helm? Schreibt uns unten in den Kommentaren.

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