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Hunderttausende protestieren in den USA gegen Trump

In vielen Städten der USA sind Menschen auf die Straße gegangen und haben demonstriert. Sie protestieren dagegen, dass an der Grenze zu Mexiko Familien getrennt wurden.

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Aus Mittel- und Südamerika flüchten Menschen, auch viele Familien, in die USA. Sie hoffen dort auf ein besseres Leben. Doch in den USA werden die Geflüchteten häufig festgenommen. In den letzten Monaten wurden dabei viele Flüchtlingskinder von ihren Eltern getrennt. Der US-amerikanische Präsident Donald Trump will nicht, dass Menschen aus Mittel- und Südamerika ohne Erlaubnis in die USA einwandern. Deshalb hatte er angeordnet, dass gegen Menschen, die unerlaubt in die USA kommen, hart vorgegangen wird. Seit einigen Wochen werden viele Geflüchtete in den USA direkt festgenommen und ins Gefängnis gebracht. Dabei wurden auch Familien auseinandergerissen - seit Mitte April wurden mehr als 2.000 Kinder von ihren Eltern getrennt. Vor einigen Tagen hatte Trump zwar entschieden, dass das nicht mehr passieren soll. Doch noch immer sind viele Familien voneinander getrennt und noch nicht wieder zusammengeführt worden.

Hunderte Protest-Aktionen im ganzen Land

Gegen diese Politik der US-Regierung haben am Samstag Hunderttausende Menschen in den USA protestiert. In der Hauptstadt Washington D.C. kamen ungefähr 30.000 Menschen zu der Demonstration. Aber auch in kleineren, ländlicheren Gegenden gab es Protest-Märsche - insgesamt waren mehr als 700.

Proteste gegen US-Einwanderungspolitik
"Familien gehören zusammen" steht auf dem Plakat bei den Prtoesten in Washington D.C..
Quelle: ap

Warum hat die US-Regierung Eltern und Kinder getrennt?

Die Regierung von Präsident Trump sagt, dass die unerlaubten Einwanderer ins Gefängnis müssen. Bisher mussten Kinder aber nicht mit ihren Eltern ins Gefängnis. Deshalb wurden sie zum Beispiel in Heime oder Pflegefamilien gebracht. So wollte die Regierung den Menschen, die in die USA flüchten wollen, Angst machen. Sie hoffte, dass die Menschen dadurch abgeschreckt werden und gar nicht erst versuchen, illegal ins Land zu kommen. Viele Menschen haben die US-Regierung dafür kritisiert. Sie sagten, das verstoße gegen die Kinderrechte. Außerdem ginge es den Kindern ohne ihre Eltern oft schlecht.

Menschen aus Mittelamerika auf dem Weg in die USA
Es flüchten auch viele Familien mit Kindern.
Quelle: dpa

Was passiert jetzt?

Kinder sollen ab sofort nicht mehr von ihren Eltern getrennt werden. Das klingt erstmal nach einer guten Nachricht. Donald Trump will aber weiterhin hart gegen die illegalen Einwanderer vorgehen. Ab sofort sollen die Kinder zusammen mit ihren Eltern eingesperrt werden. Außerdem hat Trump offenbar noch keinen Plan, wie er die bisher getrennten Familien wieder zusammenbringen will. Die Kinder sind zum Teil sehr weit von ihren Eltern weg. Einige Eltern wissen anscheinend nicht einmal genau, wo ihre Kinder sind.

Warum flüchten die Menschen aus Mittel- und Südamerika?

Der Weg der Flüchtlingsgruppe
Der Weg der Flüchtlinge quer durch Mexiko
Quelle: ZDF

Viele der geflüchteten Menschen stammen aus armen Ländern wie zum Beispiel Guatemala, Nicaragua oder Honduras. Ihre Heimat haben sie verlassen, weil sie dort unter Armut leiden oder weil sie sich wegen der Gewalt dort nicht sicher fühlen. Sie hoffen auf ein besseres Leben in den USA. Um dieses Ziel zu erreichen, sind sie wochenlang unterwegs - in Bussen und Zügen, oft aber auch zu Fuß.

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