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Diskussion um Kunstrasenplätze

Kunstrasenplätze bestehen zum Teil aus Mikroplastik. Weil das schlecht für die Umwelt ist, will die EU es ab 2022 verbieten. Dann müsste das Mikroplastik vom Kunstrasenplatz verschwinden.

Datum:

Vielleicht habt ihr schon einmal auf Kunstrasen Fußball gespielt. Dann ist euch bestimmt aufgefallen, dass auf diesem Kunstrasen Plastikgranulat verteilt ist, also kleine Plastikteilchen. Kleine Plastikteilchen werden auch Mikroplastik genannt.

Einige Forscherinnen und Forscher schätzen, dass durch Kunstrasenplätze in Deutschland jedes Jahr bis zu 11.000 Tonnen Mikroplastik in die Umwelt gelangen. Weil Mikroplastik der Umwelt besonders schadet, will die Europäische Union es ab 2022 verbieten. Mit diesem Verbot dürfte es dann wohl auch kein Plastikgranulat mehr auf den Kunstrasenplätzen geben.

Das Mikroplastik-Verbot der EU betrifft auch Kunstrasen.
Das Mikroplastik-Verbot der EU betrifft auch Kunstrasen.
Quelle: Fredrik von Erichsen/dpa

Wie gelangt das Mikroplastik in die Umwelt?

Mikroplastik im Kunstrasen
Quelle: ZDF

Das Mikroplastik kann beim Spielen auf den Kunstrasenplätzen an Schuhen oder Klamotten kleben bleiben. Beim Waschen der Klamotten, kann das Mikroplastik ins Abwasser gelangen. Von unseren Kläranlagen kann es nur teilweise gefiltert werden. So können die Teilchen erst im Fluss und dann im Meer landen. Dort werden sie zum Beispiel von Fischen gefressen und landen mit dem Fisch vielleicht auch auf unseren Tellern.

Warum ist das Verbot ein Problem für Vereine?

Für viele Vereine, die Kunstrasenplätze haben, wäre das Verbot von Mikroplastik ein Problem. Sie müssten das Granulat von den Plätzen entfernen. Sie müssten es zum Beispiel mit Kork ersetzen. Kork ist ein natürliches, umweltfreundlicheres Material. Weil das aber Geld kostet und aufwändig ist, fordern viele, dass die Vereine mehr Zeit haben sollten. Auch der deutsche Innenminister Horst Seehofer und der Deutsche Fußballbund sind der Meinung, dass das Verbot erst ab 2025 gelten sollte.

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