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So grillt ihr umweltfreundlicher

Holzkohle wird gern zum Grillen benutzt - ist aber oft ein Problem für die Umwelt. Hier gibt's ein paar Alternativen.

Ob Gemüse oder Fleisch – vom Grill schmeckt eigentlich alles gut. Und für viele gehört Grillen im Sommer auch einfach dazu. Als Brennstoff wird oft Holzkohle benutzt, doch die ist nicht immer besonders umweltfreundlich.

Brennende Holzkohle auf einem Grill
Viele benutzen zum Grillen Holzkohle.
Quelle: imago

Warum ist Holzkohle nicht umweltfreundlich?

Wie der Name schon sagt, besteht Holzkohle aus Holz. Der Brennstoff entsteht, wenn Holz unter bestimmten Bedingungen sehr stark erhitzt wird. Die schwarzen Stückchen, die unter dem Rost auf dem Grill liegen, waren also mal Teil eines Baumes.

Doch meistens kommt die Holzkohle nicht von Bäumen aus Deutschland, sondern hat schon eine weite Reise hinter sich.
Zum Beispiel kommt Holzkohle oft aus Paraguay oder Nigeria. Dort wird für die Produktion von Holzkohle oft Tropenholz benutzt. Dieses Tropenholz wird durch die Abholzung im Regenwald gewonnen. Doch Regenwald ist ein wichtiger Lebensraum für viele Pflanzen und Tiere und er spielt eine wichtige Rolle für das Klima auf der Erde. Holzkohle aus Tropenholz ist deshalb also eher schlecht für die Umwelt.

Damit die Umwelt nicht leidet, gibt es vier Alternativen, die ihr statt der Holzkohle als Brennstoff benutzen könnt.

1. Olivenkerne

Oliven
Die Kerne der Oliven bleiben oft übrig.
Quelle: imago

Wenn Olivenöl produziert wird, bleiben die Kerne übrig. Eigentlich sind sie also Abfall. Aber sie brennen oft sogar länger als Holzkohle.
Ursprünglich kommen die Olivenbriketts aus Griechenland, wo sie erst nur zum Heizen benutzt wurden. Erst später wurden sie als guter Ersatz für Holzkohle entdeckt.

2. Weinreben

Alte Weinreben
Wenn Wein geschnitten wird, bleiben alte Weinreben übrig und können wiederverwendet werden.
Quelle: imago

Alte Weinreben und Weinstöcke können als Grillkohleersatz recycelt werden. Sie sind ein Abfallpodukt der Weinindustrie und werden erst geerntet, dann getrocknet und in kleinere Stücke gebrochen.
Allerdings stecken in ihnen oft giftige Pestizide, also Pflanzenschutzmittel, die beim Verbrennen in die Luft gelangen können.

3. Kokosnussschalen

Viele Kokosschalen auf einem großen Haufen
Die Schalen der Kokosnuss werden oft auch zu Besteck oder Schalen verarbeitet.
Quelle: imago

Wenn Kokosöl oder Kokosmilch hergestellt wird, bleiben die Kokosnussschalen übrig. Diese Überreste können als Grillbriketts genutzt werden. Die Kokosschalen können dabei zwei oder sogar dreimal wiederverwendet werden.
Allerdings müssen die Briketts aus Kokosschalen aus tropischen Ländern zu uns nach Deutschland transportiert werden. Beim Transport mit zum Beispiel Schiffen, Flugzeugen oder Lkw wird klimaschädliches CO2 ausgestoßen.

4. Maisspindeln

Ein Maiskolben auf der Erde
Das weiße Innere eines Maiskolbens nennt man Maisspindel.
Quelle: imago

Eine Maisspindel ist das Innere eines Maiskolbens, also das, was übrigbleibt, wenn man den Mais abgenagt hat. Auch sie sind also eigentlich Abfall. Getrocknet funktionieren sie super als Grillkohle.

Bis auf die Kokosnussschalen punkten diese Alternativen auch noch mit besonders kurzen Transportwegen: Weinreben, Maisspindeln und Olivenkerne müssen nicht von weit her gebracht werden. So wird beim Transport relativ wenig klimaschädliches CO2 ausgestoßen.

Worauf kann ich beim Grillen noch achten?

Neben den Alternativen zu Holzkohle könnt ihr der Umwelt zuliebe auch noch andere Dinge beim Grillen beachten. Zum Beispiel ist in Grillanzündern häufig Chemie enthalten und deshalb schlecht für die Umwelt und sogar unsere Gesundheit. Besser ist es, die Grillkohle mit Wachs, Holzspänen oder anderen natürlichen Produkten anzuzünden.

Und klar: Es kommt auch auf das an, was ihr auf den Grill legt. Fleisch ist dabei schlechter fürs Klima als Gemüse.

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