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Närrisches Treiben

Karneval - auch Fasching oder Fastnacht genannt - gibt es schon seit vielen hundert Jahren.

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Die vier Jahreszeiten kennt ihr: Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Doch es gibt auch eine fünfte Jahreszeit: Karneval! Da regnet es dann Konfetti und Bonbons vom Himmel. Clowns, Prinzessinnen und Piraten tanzen durch die Straßen. Trommeln und Trompeten spielen dazu.

Archiv - Jecken feiern am 12.02.2015 auf dem Alter Markt in Köln Karneval
Närrisch unterwegs
Quelle: dpa

"Alaaf!" und "Helau!"

Je nach Region hört man in diesen Tagen ganz unterschiedliches Karnevalsgebrüll. In Köln rufen sich die Jecken "Alaaf!" zu, die Mainzer Narren halten mit "Helau!" dagegen. In Rottweil heißt es "Narri - Narro" und in dem kleinen Ort Scharmede bei Paderborn wird "Knolli, knolli schabau!" gebrüllt. Genauso unterschiedlich wie diese Karnevalsrufe sind auch die Bräuche im Karneval. 

Warum feiert man Karneval?

Karneval in Köln
Auch wenn es nicht so aussieht: Fastnacht hat etwas mit der Kirche zu tun.
Quelle: DPA

Karneval - auch Fasching oder Fastnacht genannt - gibt es schon seit vielen hundert Jahren. Schon im Mittelalter feierte man dieses Fest. Auch wenn es nicht so aussieht: Der Brauch hat etwas mit der Kirche zu tun. Denn vor Ostern, dem wichtigsten kirchlichen Fest, gibt es eine lange Fastenzeit. Davor mussten alle Vorräte aufgebraucht werden. Das Wort Fastnacht kommt also von der "Nacht vor dem Fasten", in der bei einem großen Fest alle Vorräte gegessen und getrunken wurden.

40 Tage Verzicht

Früher war die Fastenzeit sehr streng. Heute fasten nur noch wenige Menschen. Manche verzichten freiwillig 40 Tage lang auf irgendetwas, zum Beispiel auf Süßigkeiten oder Fleisch. Außerdem feiern sie in dieser Zeit nicht und sind etwas nachdenklicher als sonst. Doch vorher toben sich die Menschen an Karneval richtig aus!

Rosenmontagszug in Mainz.
Der Rosenmontagszug ist an vielen Orten der Höhepunkt der Fastnacht
Quelle: ap

Austreibung des Winters

Im Süden von Deutschland feiert man die alemannische Fastnacht, mit der vor allem der Winter vertrieben werden soll. Mit wilden Verkleidungen, Schreckensmasken und viel Lärm verscheuchen die Leute die kalte Jahreszeit und die bösen Wintergeister.

Politischer Karneval

In Mainz, Düsseldorf und Köln gibt es an Karneval einen anderen Brauch: Die Politiker bekommen eins auf den Deckel. Mit schlauen Witzen machen sich die Narren über die Politiker lustig. Mit bunt geschmückten Wagen, auf denen auch gebastelte Figuren von Politikern stehen, fahren sie beim großen Rosenmontagszug durch die Straßen.

Die Rosenmontagszüge zeigten wie immer viel Polit-Spott.
US-Präsident Trump wird beim Rosenmontagsumzug in Köln veräppelt.
Quelle: Oliver Berg/dpa

Was ist der Rosenmontag?

Der Rosenmontag ist der Höhepunkt der Karnevalstage. Den ersten Rosenmontagszug gab es im Jahr 1823 in Köln. Seinen Namen verdankt der Umzug aber nicht etwa blühenden Rosen, sondern einer Gruppe, die den ersten Fastnachtszug in Köln geplant hat.

Die "Rosenmontagsgesellschaft"

Diese Gruppe traf sich am Montag nach dem Tag, den die Kirche "Rosensonntag" nennt. Die Gruppe nannte sich aus Spaß "Rosenmontagsgesellschaft". So wurde aus ihrem Karnevalsumzug der Rosenmontagszug, obwohl der mit dem Rosensonntag eigentlich gar nichts mehr zu tun hat. Heutzutage stehen bei den großen Rosenmontagszügen Tausende Menschen am Straßenrand und jubeln den Wagen und den Fußgruppen zu.

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