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Tag der Katastrophe für die Palästinenser

Vor 70 Jahren wurde der Staat Israel gegründet. Israelis feiern dieses Ereignis. Für Palästinenser ist es ein trauriges Ereignis. Denn sie haben bis heute keinen eigenen Staat.

Datum:

Am 14. Mai 1948 wurde der Staat Israel ausgerufen. Dieser Tag der Staatsgründung wird von Israelis jedes Jahr gefeiert. Doch für Palästinenser war und ist die Staatsgründung Israels ein trauriges Ereignis, das viele bis heute wütend macht. Palästinenser erinnern jedes Jahr am 15. Mai daran, was die israelische Staatsgründung für das palästinensische Volk bedeutet hat. Es ist der Tag der "Nakba". "Nakba" ist arabisch für Katastrophe oder Unglück. Denn für die Palästinenser fühlte sich die Zeit nach der Staatsgründung Israels wie eine Katastrophe an: Viele mussten fliehen oder wurden vertrieben. Insgesamt mussten in der Zeit nach der Staatsgründung Israels ungefähr 700.000 Palästinenser ihre Heimatdörfer verlassen.

ZDFtivi | logo! - Streit um Palästina

Vor mehr als 70 Jahren wurde der Streit heftiger.

Videolänge:
1 min

Situation der Palästinenser heute

Inzwischen leben die meisten Palästinenser in den sogenannten Palästinensergebieten: Das sind der Gaza-Streifen und das Westjordanland, das auch Westbank genannt wird. Diese Gebiete haben eine eigene Regierung und eine eigene Verwaltung. Ein eigener Staat sind die Palästinensergebiete allerdings nicht. Und es gibt einige Probleme: Viele Palästinenser sind arm. Es gibt viel Arbeitslosigkeit in den Palästinensergebieten. Im Gaza-Streifen haben die Menschen nicht durchgehend Strom und ausreichend Trinkwasser.

Armut im Gaza-Streifen
Im Gaza-Streifen leben viele Menschen in großer Armut.
Quelle: dpa

Immer wieder Gewalt

Montag und Dienstag kam es an der Grenze vom Gaza-Streifen zu Israel zu heftigen Protesten, bei denen es auch Gewalt gab. Ein weiterer Auslöser für die Proteste ist die Verlegung der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem. Eine Botschaft ist die offizielle Vertretung eines Landes im Ausland. Viele Palästinenser sind dagegen, dass Jerusalem von anderen Ländern als israelische Hauptstadt anerkannt wird - genau das tun die USA aber mit der Verlegung ihrer Botschaft dorthin. Die Palästinenser erheben selbst Anspruch auf einen Teil Jerusalems. Sie fordern auch, in die Gebiete zurückkehren dürfen, aus denen ihre Vorfahren bei der Gründung Israels vor 70 Jahren vertrieben wurden.

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