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Nationalpark Bayerischer Wald

Datum:

Im Oktober 1970 - also vor 50 Jahren - wurde der Bayerische Wald als erster Nationalpark Deutschlands gegründet. Dort sollen Landschaft, Tiere und Pflanzen besonders geschützt werden. Und zwar auch dadurch, dass der Mensch dort alles in Ruhe lässt und nicht eingreift - auch wenn es zum Beispiel mal viele Schädlinge gibt. Das ist nicht immer bei allen gut angekommen.

Nationalpark Bayerischer Wald
Ein Luchs im Nationalpark Bayerischer Wald
Quelle: dpa

Der Bayerische Wald ist ein riesiger Wald im Süden Deutschlands. Als Naturschutzgebiet bietet er seltenen Tieren wie zum Beispiel Luchsen, Fischottern, Auerhühnern und Habichtskäuzen ein Zuhause. Im Video könnt ihr einen Blick in den Bayerischen Wald werfen. Außerdem zeigt Rangerin Kirsten Biebl, wie ihr Alltag im Nationalpark Bayerischer Wald aussieht.

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Happy Birthday, Nationalpark!
 

Der Nationalpark Bayerischer Wald feiert 50. Geburtstag.

Videolänge:
2 min

Nicht jeder fand den Nationalpark Bayerischer Wald gut

Schon bei der Gründung des Nationalparks Bayerischer Wald am 7. Oktober 1970 gab es Diskussionen. Viele Anwohner und Anwohnerinnen fanden es ungewohnt, dass der Wald sich selbst überlassen werden und "verwildern" sollte. Sie fürchteten auch, dass sie in Zukunft weniger Geld mit dem Holz gefällter Bäume verdienen würden. In den 1980er Jahren gab es besonders heftige Diskussionen, als starke Gewitter und Stürme viele Bäume beschädigten, und diese nicht wie in anderen Wäldern üblich aus dem Wald herausgeholt wurden. Deshalb breiteten sich Borkenkäfer aus und zerstörten viele Fichten.

Je ungestörter der Borkenkäfer sich vermehren kann, desto mehr Bäume werden auch befallen. Da der Bayerische Wald aber ein Naturschutzgebiet ist, durften die Menschen nicht einschreiten. Deshalb fingen Anwohner vor Ort an, dagegen zu demonstrieren, dass der Wald sich selbst überlassen wurde. Sie hatten Angst, dass bald alle Bäume im Bayerischen Wald tot sein würden.

Naturkatastrophen als Chance

Inzwischen hat sich der Wald von ganz allein wieder erholt. Dass die Natur in der Lage ist, mit solchen Naturkatastrophen umzugehen, sieht man auch an Waldbränden. Waldbrände können entstehen, wenn im Sommer der Boden durch Hitze und zu wenig Regen sehr trocken wird. Oftmals reicht schon der Funke eines Lagerfeuers oder ein Blitzeinschlag aus, um die trockene Bodenschicht in Brand zu setzen. Manche Pflanzen- und Tierarten haben sich und ihre Lebensweise an Waldbrände angepasst. Das Feuerkraut braucht sogar die Hitze des Feuers, damit seine Samen keimen können. Auch der Feuerkäfer profitiert von Bränden – er zieht in frisch verbranntem Holz seine Larven groß.

Diesen Artikel haben Katharina und Petra geschrieben.

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