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Überraschende Entdeckung zu unseren Vorfahren

Vorfahren des Menschen konnten viel früher aufrecht gehen als bisher gedacht.

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Ein Forschungsteam hat im Unterallgäu in Bayern eine sensationelle Entdeckung gemacht. Die hat eine große Bedeutung für die Forschung dazu, wie der heutige Mensch sich entwickelt hat.

Die Forschenden haben versteinerte Knochen von einem Menschenaffen gefunden, den man noch gar nicht kannte. Er heißt: "Danuvius guggenmosi". Und seine Knochen haben gezeigt, dass dieser Menschenaffe aufrecht gehen konnte. Der aufrechte Gang ist ein typisches Merkmal von Menschen. Deshalb ist er ein wichtiger Hinweis für die Forschenden.

So könnte Danuvius guggenmosi ausgesehen haben
So könnte "Danuvius guggenmosi" ausgesehen haben
Quelle: Universität Tübingen/Velizar Simeonovski

Dass "Danuvius guggenmosi" auf zwei Beinen gehen konnte, ist aus drei Gründen überraschend:

  1. Bisher hat man immer gedacht, dass Menschenaffen noch nicht aufrecht gehen konnten. Erst die Menschen, die sich ja später entwickelt haben, konnten richtig aufrecht laufen. Dass auch ein Menschenaffe auf zwei Beinen lief, ist die erste überraschende Entdeckung.
  2. Durch die neuen Forschungsergebnisse wird klar, dass es den aufrechten Gang schon viel länger gibt als gedacht - nämlich schon seit fast zwölf Millionen Jahren, als "Danuvius guggenmosi" gelebt haben muss. Die bisher ältesten Beweise waren sechs Millionen Jahre alt.
  3. Bisher hatte man gedacht, dass Afrika der Kontinent ist, auf dem die Ersten aufrecht gingen. Doch "Danuvius guggenmosi" zeigt: Offensichtlich hat sich der aufrechte Gang in Europa entwickelt.

"Danuvius guggenmosi" konnte noch mehr

Und noch etwas ist besonders an "Danuvius guggenmosi": Er konnte wohl sowohl auf Bäume klettern wie Menschenaffen als auch aufrecht gehen. Erkennen konnten die Forscherinnen und Forscher das alles, weil unter den versteinerten Knochen auch wichtige Gelenke waren. "Zu unserem Erstaunen ähnelten einige Knochen mehr dem Menschen als dem Menschaffen.", sagte Forschungsleiterin Madelaine Böhme.

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